Ab Aschermittwoch gilt: Sieben Wochen ohne …

Und worauf verzichten Sie?

Und worauf verzichten Sie während der Fastenzeit?

Sieben Wochen ohne – das fällt vielen nicht leicht und doch ist Fasten in.

Manche verzichten auf Süßigkeiten, manche auf’s Smartphone und wieder andere auf das Glas Rotwein am Abend – mit dem  Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.

Fasten beginnt im Kopf
Die Ernährungsberaterin Dr. Anja Luci Tipps, auf was es ankommt, wenn der Kühlschrank einfach mal leer bleiben soll:

Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Für viele fällt damit der Startschuss für eine Fastenkur.
Sie verzichten eine Zeit lang auf bestimmte Speisen, Getränke und Genussmittel, um den Körper zu regenerieren.
Gleich ob Heil-, Intervallfasten oder Fasten mit Säften. Dr. Anja Luci, Ernährungsexpertin der Kaufmännischen Krankenkasse, gibt Tipps:

? Was passiert während des Fastens im Körper?
! Der Körper fährt bei starker Nahrungsumstellung wie beim Fasten auf null runter.
Das kann anfangs als sehr zehrend erlebt werden. Grund dafür ist, dass sich der Energiekreislauf ändert.
Der Körper wird gezwungen, Glukose selbst zu produzieren. Erst bedient er sich der Proteinspeicher in der Muskulatur, dann baut er Fett ab. So verliert man an Gewicht. Auch das Hungergefühl lässt nach.
An seine Stelle tritt ein Hochgefühl, da das Gehirn mehr Serotonin produziert.

? Kann ich von heute auf morgen mit dem Fasten loslegen?
! Bei einigen Fastenarten wie dem klassischen Heilfasten oder dem Saftfasten ist das keine gute Idee.
Hierfür sollte der Körper unbedingt vorbereitet werden. Für die sogenannten Entlastungstage empfehle ich wenig Fleisch, Fett und Salz und möglichst keinen Zucker, kein Weißmehl, Koffein und Nikotin.
Stattdessen Leichtverdauliches auf den Speiseplan setzen wie gedünstetes Gemüse, Reis und Obst.
Während der Kur gibt es dann nur maximal 500 Kalorien pro Tag in Form von Wasser, Kräutertees, Obst- und Gemüsesäften sowie Brühe.

? Viele fasten, um dauerhaft ein paar Kilo abzunehmen. Ist das Erfolg versprechend?
! Auch hier kommt es auf die Methode an. Beim Heil- oder Saftfasten können ein paar Pfunde purzeln.
Die sind jedoch meist schnell wieder auf den Hüften. Nachhaltig Gewicht zu verlieren, klappt am besten mit einer Ernährungsumstellung. Das Intervallfasten kann dafür ein Einstieg sein.
Dabei darf man in einem bestimmten Zeitfenster wie gewohnt essen, danach folgt eine längere Pause, in der unser Körper Fett abbaut. Am beliebtesten ist die 16:8-Methode, bei der man wechselweise acht Stunden isst und 16 Stunden pausiert. Wichtig ist, während des verkürzten Mahlzeitenfensters nicht öfter oder größere Mengen zu essen.

? Welche positiven Effekte hat Fasten für unseren Körper?
! Fasten tut Körper und Geist nachweislich gut. Der Blutdruck sinkt, der Blutzuckerspiegel stabilisiert sich, Cholesterin- und Entzündungswerte verbessern sich, Rheumabeschwerden werden gelindert.

Fastenzeit: Worauf verzichtet ihr?

Unsere Umfrage zeigt außerdem, dass es beim Fasten längst nicht mehr nur ums Essen geht. „Ich möchte gerne weniger das Handy benutzen“, verriet uns eine 14-Jährige.

Und auf was verzichten Sie? Schreiben Sie uns unter dem Stichwort „Sieben Wochen ohne“, am besten mit Foto.
Adresse: nb-redaktion@nb-online.de.

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