14. September 2021
Bildung

Ab Oktober zurück auf den Campus

TU setzt auf Präsenz – mit vielen Regeln

Auf dem Forumsplatz vor dem Altgebäude der TU Braunschweig herrscht wieder Leben: In diesen Tagen beginnen 3000 Erstsemester ihr Studium in Braunschweig - mehr als je zuvor!

Braunschweig. Es geht zurück an die Uni. Online-Vorlesungen sollen künftig nur noch die Ausnahme sein. Doch wie lässt sich ein sicherer Betrieb umgesetzt? Wir haben uns bei Dr. Elisabeth Hoffmann, Pressesprecherin der TU Braunschweig, erkundigt.

Im vergangenen Jahr wurden die Erstsemester digital begrüßt. Gibt es jetzt wieder eine Einladung ins Eintracht-Stadion?
Nein, das geht leider noch nicht. In der Regel kommen zu diesem Anlass an die 3000 Studienanfänger zusammen. Das wäre zu gefährlich – selbst unter freiem Himmel.

Rund 18 500 junge Menschen studieren an der TU. Ausgerechnet ihre Altersgruppe ist aktuell besonders gefährdet. Wie will die Universität die Ströme lenken?
Das ist natürlich eine Herausforderung. Uni ist nicht Schule, bei uns gibt es keine Kohorten, sondern ein ständiges Kommen und Gehen. Es gilt weiterhin die AHA+A+L-Regeln und 3G auf dem Campus. In den Veranstaltungen herrscht Maskenpflicht. Und wir werben sehr aktiv für die Impfung: ein mobiles Impfzentrum kommt mehrfach auf den Campus.

Wird künftig ausschließlich vor Ort gelehrt?
Nein. Die TU Braunschweig versteht sich zwar als Präsenzuniversität und plant daher weitgehend, die Präsenzlehre wieder zu ermöglichen. Aber Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmenden sind davon ausgenommen. In der Regel handelt es sich dabei um große Vorlesungen, die sich aber auch online gut umsetzen lassen.

Wie will die TU die Einhaltung der 3-G-Regel kontrollieren?
Jeweils bei Einlass werden der Impfausweis oder das Testzertifikat kontrolliert, ergänzt um eine Selbsterklärung über den fehlenden Verdacht einer SARS-CoV-2-Infektion. Diese Daten werden nicht dokumentiert oder gespeichert. Für die Tests gibt es zugelassene Teststationen in der Nähe. Die Kontaktnachverfolgung erfolgt über unser Online-System StudIP.

Was passiert, wenn die Infektionszahlen steigen? Gilt dann die 2-G-Regel, dass heißt keine Präsenzveranstaltung für ungeimpfte Studierende?
Nein. Da es in Deutschland das Recht auf freie Berufswahl gibt, ist 2G in der Lehre aus unserer Sicht ausgeschlossen.

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