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Abflug: Neue Ziele ab Braunschweig Flughafen

Der Schmidt bietet Nischenziele im Direktflug

Abflug in Braunschweig. Wilhelm Schmidt und Philipp Cantauw, Geschäftsführer Reisebüro Schmidt, vor einer ihrer Maschinen. Foto: privat

Von Ingeborg Obi-Preuß, 27.03.2018

Braunschweig. Am Anfang war es nur eine Idee, ein Versuch, inzwischen sind die Charterflüge vom Flughafen Braunschweig-Wolfsburg aus nicht nur ein Publikumsmagnet, sondern werden auch von immer mehr anderen Flughäfen nachgefragt.
„2014 sind wir mit dem Angebot gestartet, inzwischen gibt es einen regelrechten Run auf diese Flugreisen ab Braunschweig“, erklärt Philipp Cantauw, Geschäftsführer beim Reisebüro Schmidt. Das Erfolgsrezept: mit einem Airbus A 320 sozusagen von der Haustür weg an ganz besondere Orte, in ausgewählte Hotels, in der Vor- und Nachsaison und dadurch zu coolen Preisen.
„Wir fliegen echte Trendziele an wie die Liparischen Inseln, den Golf von Sorrent, Apulien, Rom oder die Insel Ischia“, sagt Cantauw. Alles Orte, die für die großen Touristiker der Branche relativ uninteressant – weil zu klein – sind. „Ganz Italien liegt im Pauschaltourismus, beispielsweise im Vergleich zu Spanien, weit zurück“, beschreibt Cantauw die Situation. „Allein auf Mallorca hat ein großer Veranstalter wie die TUI fast 100 000 Hotelbetten“, so Cantauw, „die gibt es so in Italien gar nicht, die Hotels sind meist relativ klein.“
Und die vorhandenen Betten sind in der Hauptsaison fast alle von den Italienern selbst belegt, die es lieben, im eigenen Land Urlaub zu machen. „Und nur Vor- und Nachsaison ist für große Anbieter nicht lukrativ genug“, beschreibt Cantauw den Markt.
Eine Lücke, die das Reisebüro Schmidt erfolgreich schließen konnte. Für dreieinhalb Monate im Frühjahr und für gut zwei Monate im Herbst chartert Schmidt einen A 320 Airbus samt Besatzung von Small Planet, einem Unternehmen aus Berlin, das mit seinen Maschinen vom Flughafen Paderborn aus startet. „Wir arbeiten mit dem Flughafen Paderborn zusammen“, erklärt Cantauw, „denn die haben den Vorteil, dass sie 24 Stunden an sieben Tage abfertigen können.“
Braunschweig-Wolfsburg dagegen ist in den Stoßzeiten (morgens und abends) mit VW-Flügen ausgelastet, sodass die Braunschweiger Touristen meist mittags starten und landen. „Unsere Maschinen fliegen also zum Beispiel früh von Paderborn nach Rom, zurück nach Braunschweig und dann wieder nach Rom“, erklärt Cantauw den Ablauf.
Das Angebot kommt gut an, die Flugreisen im Frühjahr haben bereits eine Auslastung von 80 Prozent.

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