Alarm wegen Hauptfeuerwache | Neue Braunschweiger
9. Dezember 2014
Politisches

Alarm wegen Hauptfeuerwache

Arbeitsbedingungen sollen verbessert werden – OB: 250 000 Euro für kurzfristige Sanierung.

Die Hauptfeuerwache sollte sowieso saniert und umgebaut werden, erste Arbeiten sollen jetzt schon im Frühjahr erfolgen. Foto: T.A.

Von Marion Korth, 10.12.2014.

Braunschweig. Undichte Fenster, Betten, die eher Pritschen sind: Der Dienst in der Feuerwache ist alles andere als komfortabel, der Sanierungsbedarf seit langem bekannt. Jetzt soll es auf einmal schnell gehen: Der Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat 250 000 Euro für ein Sofortprogramm gefordert.

Laut einer Pressemitteilung vom Dienstag schlägt Markurth den Ratsgremien ein Maßnahmenpaket vor, mit ersten Arbeiten soll bereits im Frühjahr 2015 begonnen. 250 000 Euro sind für den Haushaltsplanentwurf 2015 angemeldet. Schulden müssen dafür nicht gemacht werden, da Einnahmen an anderer Stelle höher, Ausgaben niedriger ausgefallen sind und sich so ein Spielraum ergibt.
Gemeinsam mit den Dezernenten machte sich der Oberbürgermeister in der vergangenen Woche selbst ein Bild in der Hauptfeuerwache. „Es steht außer Frage, dass wir hier schnell handeln müssen, um die gravierendsten baulichen Mängel zu beseitigen“, sagte Markurth im Anschluss. „Das sind wir unseren Feuerwehrleuten, die hervorragende Arbeit im Dienste der Sicherheit in unserer Stadt leisten, schuldig.“ Der Örtliche Personalrat Feuerwehr hatte die Mitarbeiter in der Hauptfeuerwache befragt, um den dringendsten Sanierungsbedarf aus Nutzersicht zu ermitteln. Die dabei genannten notwendigsten Maßnahmen sollen nun in Angriff genommen werden. Hierzu zählen die Erneuerung der undichten Fenster im Hauptgebäude einschließlich Einbau geeigneter Sonnenschutz-, Lichtschutz- und Insektenschutzvorrichtungen.

Die Ruheräume der Wachabteilung sollen mit neuen, breiteren Betten ausgestattet werden. Außerdem wird die Heizungsfunktion in den Räumen überprüft; Thermostate und Ventile werden ausgetauscht, wenn es erforderlich ist. Weil die Hauptfeuerwache insgesamt saniert und umgebaut werden soll, handelt es sich bei den Sofortmaßnahmen um Reparaturen, die auch bei einer Komplettsanierung Bestand haben.

Das Problem ist lange bekannt, warum die Stadt ausgerechnet jetzt handelt, dazu fragte die nB den zuständigen Dezernenten Claus Ruppert: „Es ist richtig, dass die Verbesserungen im Rahmen der geplanten Sanierung und des Umbaus der Hauptfeuerwache bereits seit längerem vorgesehen waren. Die Verwaltung reagiert nun jedoch auf aktuelle Beschwerden aus dem Kreis der Feuerwehrleute. Diese Beschwerden sind natürlich auch eine Folge davon, dass die Sanierung der Hauptfeuerwache noch nicht erfolgt ist und wegen der notwendigen Planungsprozesse und anderer Fragen, zum Beispiel zur Leiststelle, auch noch einige Zeit dauern wird. Daher hat die Verwaltung die geschilderten Probleme noch einmal geprüft und der Oberbürgermeister entschieden, dass solche Missstände, für die es keine langwierige Planung braucht, jetzt möglichst schnell vorgezogen werden.

Dazu gehören unter anderem die undichten Fenster, deren Reparatur nicht weiter bis zu einer Sanierung der Hauptfeuerwache aufgeschoben werden sollte. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind auch ein Signal an die Feuerwehrleute, die seit Jahren auf Verbesserungen warten, dass die Verwaltung ihnen bei dem Thema kurzfristig so weit entgegenkommt, wie dies im Moment möglich ist.“

Der Vorschlag des Oberbürgermeisters geht jetzt in die Gremien. Der Rat wird im Zuge des Beschlusses der Haushaltssatzung darüber entscheiden.

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