Alte Tradition gewinnt an Zuspruch

Die Schützenbrüderschaft zieht ein durchweg positives Fazit zum Schützen- und Volksfest 2018

Ohne Fotograf hätte die kleine LIljana das Volksfest und ihre Zuckerwatte sicher auch genießen können. Bei bestem Wetter war sie mit Mama Michaela und Papa Dennis nach Helmstedt gekommen. Fotos (4): Erik Beyen

Von Erik Beyen, 24.05.2018

Helmstedt. Das Schützen- und Volksfest der Schützenbrüderschaft Helmstedt hat eine 648 Jahre währende Tradition. So lange schon begeht sie ihre Sause. Seit 224 Jahren findet das Königsschießen auf der Masch statt, und seit gut 40 Jahren mischen dort auch Vereine und Unternehmen mit. Heute endet die Mischung aus Rummel mit einem bunten Mix aus Fahrgeschäften und jeder Menge Buden und traditionellem Schützenfest für dieses Jahr, und die Verantwortlichen ziehen ein überaus positives Fazit.
In allen Wettbewerben, so Pressesprecher und 2. Stellvertretender Vorsitzender Torsten Scharf, habe es eine deutlich steigende Tendenz im Teilnehmerfeld gegeben. Und das muss wohl an den Marketingmaßnahmen gelegen haben, wie der 2. Schützenmeister Kristof Kirchmer erklärte. So habe man etwa deutlich mehr Firmen und Vereine im Vorfeld angeschrieben und eingeladen, konkretisierte der 1. Vorsitzende Wolfgang Brüning. Auch über Pressebeiträge und Werbung sei man in diesem Jahr intensiver an die Öffentlichkeit gegangen als in der Vergangenheit.
Die Anstrengungen machen sich in ganz konkreten Zahlen bemerkbar: Sechs Kinder nahmen demnach am Lichtpunktwettbewerb teil, 32 Firmen und Vereine mit 280 Einzelschützen schossen um die Vereins- und Firmenwertung, 2017 waren es 28 Vereine und 237 Einzelschützen, und auch bei den Jugendlichen hat es in diesem Jahr für fünf Plätze in der Wertung gereicht.

Die Freude bei den Verantwortlichen über ein gelungenes Fest war unüberseh- und hörbar. „Unsere Gäste haben Saal und Tanzfläche zu den Abendveranstaltungen restlos gefüllt“, erzählte Kristof Kirchmer mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Und was das Volksfest betrifft, da hat das Wetter einen großen Anteil. An allen Tagen, so die Schützenbrüder, sei der Rummel sehr gut besucht gewesen.
Aus den einzelnen Wettbewerben gingen diese Preisträger und Majestäten hervor:
Beim Vereins- und Firmenvergleich setzte sich der Verein „Neuer Pottkuhlenweg“ durch und sicherte sich den Siegerpokal. Mit 87 Ringen machte Cedrik Noack, ebenfalls vom Verein „Neuer Pottkuhlenweg“ in der Einzelwertung den Sieg klar. Das Schießen um den „Hannelore-Kettler-Pokal“ gewann Wulf Göbel. Den Rehbock und Herbert-Krichmann-Pokal sicherte sich Klaus Brötzmann. Einen neuen Stadtjugendmeister gibt es auch, und zwar in Person des zwölf Jahre alten Felias Frohberg.

Der Volkskönig 2018 heißt Dietmar Hobohm, der Jugendkönig Melvin Osterwald und zur Königin proklamierten die Schützen Sabria Voigt. Nils Frohberg sicherte sich die Würde des Jagdkönigs und ist mit einem Teiler von 258,3 zugleich der beste Schütze aller Wettbewerbe im Rahmen des diesjährigen Königsschießens. Kleiner König ist in diesem Jahr Rainer Stark. Die Bürde des Großen Königs trägt Frank Brüning.

^