12. Juni 2020
Sport

Am 5. September soll der Football in der GFL wieder fliegen

Der Saisonstart ist neu terminiert – Lions-Entscheidung fällt am Montag

Lions-Receiver Nicolai Schumann in Action. Foto: Verein/oh

Braunschweig. Ob die Fans der New Yorker Lions den deutschen Rekordmeister im American Football in diesem Jahr in Aktion sehen werden, steht weiter in den Sternen. Die German Football League (GFL) hat ihre Pläne, von September bis November spielen zu lassen, indes konkretisiert: Der 5. September (Samstag) wurde als möglicher Starttermin der Saison 2020 anvisiert.

Einstimmig hatten die Vereine von GFL und GFL 2 der Ligaleitung und dem Verband während einer Videokonferenz Ende Mai den Auftrag erteilt, die Pläne für eine Herbstsaison fortzuführen. Voraussetzung für die Umsetzung ist, dass das bis zum 31. August gültige Verbot von Großveranstaltungen nicht verlängert wird – Geisterspiele soll es nicht geben. Die Teilnahme an dieser Spielzeit ist für die Vereine freiwillig, keine Mannschaft muss absteigen. Bis Montag haben die Klubs noch Zeit, über ihre Teilnahme zu entscheiden.

Bei den Lions seien die Würfel hinsichtlich der Teilnahme noch nicht gefallen, berichtet Cheftrainer Troy Tomlin: „Wir haben natürlich schon darüber gesprochen, aber wir wollen uns für die Entscheidung Zeit nehmen. Wir werden sie am Montag bekanntgeben.“ Der erfahrene Football-Lehrer, der sich derzeit ebenso wie sein Assistent Dave Likins in Kurzarbeit befindet, mahnt seit Beginn der Corona-Krise einen vorsichtigen Umgang mit dem Virus an. „Es gibt derzeit wichtigeres als Sport“, ist ein Satz, den man von dem Amerikaner in den vergangenen Monaten öfter hören konnte.

Da überrascht es nicht, dass Tomlin bezüglich des Neustarts im Spätsommer gewisse Bedenken hegt. Auch, was die Verfassung der Spieler angeht. „Es gab jetzt eine lange Zeit, in der die Jungs nicht richtig trainieren konnten, auch im Kraftstudio nicht. Es wird ein bisschen dauern, bis sie wieder fit sein werden. Man darf ja nicht vergessen, dass sie keine Profis sind, sondern studieren oder arbeiten gehen. Das ist viel Stress“, betont Tomlin, der sich insgesamt ein behutsames Vorgehen der Liga wünscht.

Der bisherige Rahmenspielplan sieht ab dem 5. September eine sechswöchige Punktrunde vor, Nord- und Südstaffel würden dafür noch einmal aufgeteilt werden. Im Anschluss sollen die Playoffs mit Viertelfinale, Halbfinale und German Bowl stattfinden.
Personelle Abgänge, etwa bei den Imports, gebe es trotz der Coronakrise bei den Lions bisher nicht, berichtet der Headcoach. Viel Kontakt hätte er zuletzt aber nicht zu seinen Spielern gehabt, sagt Tomlin. Mannschaftstraining findet weiterhin nicht statt.

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