Andrang beim Vegan-Festival

Vegane Burger, Pommes und Döner waren gestern bei der vierten Auflage der Renner.

Seit vier Jahren organisiert Sabine Pankau mit ihrem Verein Tier-Time das Vegan Life Festival.

Von Martina Jurk, 31.08.2014.

Braunschweig. Lange Schlangen an den Ständen, die vegane Burger, Pommes und Döner anboten. Das Vegan Life Festival hatte gestern auf dem Platz der Deutschen Einheit regen Zulauf.

Unter dem Motto „Leben und leben lassen“ zeigten die Vertreter von 22 Vereinen, darunter Sea Shepherd Deutschland, Initiative Stadttiere Braunschweig, Ärzte gegen Tierversuche oder die Tierrechtsorganisation Peta, wie es auch ganz ohne tierische Produkte gehen kann, und vor allem, warum es das sollte.
„Wir sind super zufrieden mit der Resonanz“, freute sich Organisatorin Sabine Pankau, die 2010 den Verein Tier-Time gründete und dessen Vorsitzende ist. Das Vegan Life Festival fand bereits zum vierten Mal statt. „Das Interesse an veganer Ernährung und veganem Leben wächst. Viele Besucher haben Fragen. Das Festival ist eine gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und zu informieren. Man merkt, dass sich die Menschen immer mehr Gedanken machen“, stellte Pankau fest. Sie selbst ernährt sich seit sieben Jahren vegan, betreibt ein veganes Café und einen veganen Shop. Ihr Kuchen- und Tortenangebot musste sie gestern mehrfach auffüllen. „Ich hatte damals eine Katze gefunden und sie aufgepäppelt. Tiere zu essen, passte damit für mich nicht mehr zusammen“, erzählte die Festivalorganisatorin.
Erstmals dabei war die Braunschweigerin Sigrid Söllig mit ihrem Fruchtleder, einer gesunden Alternative zu Süßigkeiten. „Wir beliefern inzwischen auch Schulen“, sagte sie.
Sebastian (28), der mit seinen Freunden Jan (28), Markus (25) und Monique (27) zum Festival gekommen ist, beißt in einen veganen Burger. „Schmeckt gut“, so sein Urteil. Für Jan war die alternative Currywurst dagegen nicht so das Highlight. Viele Menschen kamen aus Neugier, andere aus Überzeugung und wieder andere, weil sie etwas gegen Tierquälerei tun möchten. Auf der Bühne berichteten einige von ihnen anschaulich, warum sie sich vegan ernähren, oder warum sie gegen Tierversuche sind.

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