Antwerpen: „Bekommen keine Konstanz rein“ | Neue Braunschweiger
5. Februar 2020
Sport

Antwerpen: „Bekommen keine Konstanz rein“

Eintracht Braunschweig spielt nur 1:1 gegen Jena – Pourié gibt sich kämpferisch

Neuzugang Marvin Pourié war gegen Jena einer der besten im Eintracht-Trikot. Foto: imago

Braunschweig. Auch das zweite Spiel nach der Winterpause sorgte bei den Eintracht-Fans für lange Gesichter. Das 1:1 (0:1) gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena war wie das 1:4 gegen 1860 München in der Vorwoche, deutlich zu wenig für die Aufstiegsambitionen.

Im anstehenden Auswärtsmatch gegen Tabellenführer MSV Duisburg steht das Team von Marco Antwerpen unter Druck: Insgesamt wartet der neue Eintracht-Coach seit fünf Begegnungen auf einen Sieg.

„Die Problematik, die sich bei uns durchzieht ist, dass wir keine Konstanz reinbekommen“, erklärte der 48-Jährige nach der Partie gegen Jena.
Nach guten Beginn der Löwen schlug das Pendel rasch zugunsten der Gäste aus. Von der wackeligen Löwenabwehr begünstigt, kam Jenas Julian Günther-Schmidt zu zwei Großchancen, die Jasmin Fejzic jeweils vereiteln konnte(13/18.). Als der Angreifer dann zum dritten Mal durchbrach, hieß es 1:0 für den Tabellenletzten (25.).

Anschließend lief bei den Blau-Gelben in der Offensive nicht mehr viel zusammen, so dass die Pfiffe des Publikums zur Halbzeitpause keine Überraschung waren. Zwar hatte der Eintracht-Coach Verständnis für den Unmut der Zuschauer, nicht aber dafür, dass der nach diversen Unsicherheiten völlig verunsicherte Steffen Nkansah bei fast jedem Ballkontakt ausgepfiffen wurde: „Irgendwann ist ein Spieler auch mal mental angeschlagen.“

Für den 23-Jährigen und Yari Otto kamen Martin Kobylanski und Nick Proschwitz, mit denen das Eintracht-Offensivspiel deutlich an Fahrt gewann, so dass die Fans nach einer Kobylanski-Ecke den Ausgleichstreffer durch Marcel Bär aus dem Gewühl heraus bejubeln konnten (51.).

Ein Offensivfeuerwerk abzubrennen, gelang den Löwen jedoch nicht: „Druck aufbauen und dranbleiben, das haben wir einfach nicht geschafft. Vielleicht waren wir zufrieden, den Ausgleich erzielt zu haben“, mutmaßte Antwerpen, der die Zuschauerunterstützung in dieser Phase lobte: „Das Publikum hat uns wieder unterstützt, diesen Schwung hätten wir mitnehmen und weiter nach vorne spielen müssen.“ Stattdessen rannten die Löwen vergeblich gegen das Thüringer Abwehrbollwerk an und mussten sich am Ende mit einem Zähler begnügen.

Bereits am Freitag geht es ab 19 Uhr gegen den MSV Duisburg, der unter Ex-Löwen-Trainer Torsten Lieberknecht an der Tabellenspitze souverän seine Kreise zieht. Neuzugang Marvin Pourié, gegen Jena einer der besten im Eintracht-Trikot, fordert dann eine andere Leistung: „Wir müssen zeigen, dass wir eine Mannschaft sind und Teamgeist besitzen. Es geht in der dritten Liga nur über Kampf und Willen.“

Mannschaft: Fejzic (2) – Kijewski (3,5), Nkansah (5), Becker (3,5), Kessel (4) – Kammerbauer (3), Wiebe (3,5) – Y. Otto (4) – Biankadi (3,5), Pourié (3), Bär (3)

Eingewechselt: 46. Kobylanski (3) und Proschwitz (3,5) für Nkansah und Y. Otto; 80. Feigenspan (-) für Bär.

Tore: 0:1 (21.) Günther-Schmidt; 1:1 (51.) Bär (Vorarbeit Becker)

Zuschauer: 16230

Gelbe Karten: Kijewski, Kessel, Bär, Becker

Rote Karte: Pagliuca (Jena/87.)

Auch interessant