Antwerpen fordert bessere Defensivarbeit | Neue Braunschweiger
22. Januar 2020
Sport

Antwerpen fordert bessere Defensivarbeit

Fußball-Testspiel: Löwen 0:0 gegen Magdeburg – Transfer von Marvin Pourié scheint vor dem Abschluss zu stehen

Marvin Pourié – hier noch im Trikot der Karlsruher während eines Spiels gegen Osnabrück – ist ein heißer Anwärter auf einen Wechsel nach Braunschweig. Foto: pmk/imago images

Braunschweig. Mit einer Nullnummer endete Eintrachts Generalprobe eine Woche vor dem Restserienauftakt in München. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielte die Elf von Marco Antwerpen 0:0 gegen den 1. FC Magdeburg. Zum Auftakt gegen die „Sechziger“ könnte dann Marvin Pourié gegen seinen ehemaligen Club debütieren. Der Mittelstürmer steht unmittelbar vor einem Wechsel nach Braunschweig.

„Die Platzbedingungen waren schwierig, ein richtig gutes Fußballspiel war es mit Sicherheit nicht, aber vielleicht schon mal eine ganz gute Vorbereitung auf das, was uns erwartet“, resümierte der Eintracht-Coach nach den torlosen 90 Minuten, empfand die Begegnung aber dennoch als guten Gradmesser im Hinblick auf die Begegnung bei 1860 München.

Über Tore seiner Mannschaft hätte er sich zwar gefreut, war in erster Linie aber froh, dass der Gegner seine aussichtsreichen Chancen nicht nutzen konnte. „Das können wir so bei einem Auswärtsspiel nicht anbieten“, mahnte der 48-Jährige im Hinblick auf den Restrundenstart, sah aber auch bei seiner Mannschaft durchaus gute Offensivansätze: „Auch wir hatten gute Gelegenheiten, von daher ist es verwunderlich, dass das hier 0:0 ausgeht.“

Im zentralen Mittelfeld standen erstmals seit einem Dreivierteljahr Bernd Nehrig und Stephan Fürstner gemeinsam auf dem Feld. Die beiden Routiniers werden vermutlich auch in München in der Startformation stehen, auch wenn sich Antwerpen naturgemäß noch nicht festlegen wollte, wer in der Zentrale für defensive Stabilität sorgen soll: „Kann sein, dass wir es so angehen, massiv sollte es schon sein, egal wer da steht.“ Danilo Wiebe könnte das defensive Mittelfeld als technisch versierter Akteur ergänzen, fehlen wird hingegen Marc Pfitzner (Gelb-Rot-Sperre).

Alfons Amade, der Einzelschichten absolvierte, anstatt gegen die Bördestädter aufzulaufen, muss laut Antwerpen noch eine Schippe drauflegen, um für einen Kaderplatz in Betracht gezogen zu werden. „Er hat extreme Qualität vor sich, da ist es nicht immer so einfach, dem Spieler gerecht zu werden“, so der Eintracht-Coach und verweist auf dessen Konkurrent

Benjamin Kessel, der in der Halbjahresrangliste im „Kicker“ als bester Außenverteidiger der Liga gelistet wird. Zudem sieht er Amades ebenfalls ausgeliehenen Konkurrenten Kevin Goden „vielleicht noch einen Schritt weiter“ als die Hoffenheim-Leihgabe.

Die aussortierten Orhan Ademi und Lasse Schlüter waren hingegen erwartungsgemäß nicht berücksichtigt worden und suchen nun ebenso wie Keeper Roman Birjukov (Probetraining bei Regionalligist Wacker Burghausen) neue Arbeitgeber.
Diesen hat Nick Otto bereits gefunden und wechselt bis zum Saisonende auf Leihbasis zum SSV Jeddeloh II in die Regionalliga Nord.

Ebenfalls noch auf der Suche ist Leon Bürger, der von den Würzburger Kickers nicht verpflichtet worden war und aktuell bei Ex-Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht und dem MSV Duisburg Spielpraxis sammelt, wohl aber nicht verpflichtet werden soll.

Noch immer nicht final „eingetütet“ ist für die Löwen der Transfer von Mittelstürmer Marvin Pourié. Der amtierende Drittligatorschützenkönig, der den Zweitligaaufsteiger Karlsruher SC verlassen wird, scheint die Löwen dem KFC Uerdingen vorzuziehen, wartet aber darauf, dass letzte Details des Transfers geklärt werden.

Der 29-Jährige, der in dieser Spielzeit 16 Partien (zwei Tore) für die Badener absolvierte, soll bis Saisonende für die Löwen auflaufen und kann im Aufstiegsfall per Kaufoption gehalten werden. Dem Vernehmen nach besteht der KSC auf einer Klausel, die einen Einsatz Pouriés ausschließt, falls beide Vereine Ende Mai in den Relegationsspielen um den finalen Zweitligastartplatz aufeinandertreffen.

Eintracht gegen Magdeburg: Fejzic – Kijewski, Nkansah, Becker, Kessel – Nehrig, Fürstner (46. Kammerbauer), Wiebe (46. Feigenspan) – Kobylanski (74. Schwenk), Otto (61. Proschwitz), Bär (61. Putaro)

Auch interessant