Antwerpen: „Gegentore fallen zu leicht“ | Neue Braunschweiger
29. Januar 2020
Sport

Antwerpen: „Gegentore fallen zu leicht“

Eintracht unterliegt 1860 München mit 1:4 – Die Neuzugänge Biankadi und Pourié können überzeugen

Marcel Bär trifft gegen Torwart Marco Hiller zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer. Foto: Renate Feil/imago images

Braunschweig. Ein Spiel zum Vergessen erlebte Eintracht zum Restserienauftakt bei 1860 München. Mit 1:4 (1:2) holte sich die Mannschaft von Marco Antwerpen in der ersten Partie des neuen Jahres eine derbe Klatsche ab und steht vor dem Heimauftakt gegen Carl Zeiss Jena am kommenden Wochenende mächtig unter Druck. Einziger Lichtblick: Die Neuzugänge Marvin Pourié und Merveille Biankadi deuteten an, dass sie zur erhofften Verstärkung im Blau-Gelben Offensivspiel werden können.

„Die ersten beiden Gegentore fallen in der Anfangsphase viel zu leicht, wir müssen wesentlich besser verteidigen und in den Zweikämpfen stehen“, kritisierte Marco Antwerpen die schwache Defensivleistung zu Beginn. Beim ersten Treffer ließ Benjamin Kessel Philipp Steinhart zuviel Raum zum Flanken, während Robin Ziegele und Steffen Nkansah nicht energisch genug zur Sache gingen und letzterer den Kopfball von Efkan Bekiroglu unglücklich ins eigene Netz abfälschte (7.).

Zwar hatte Biankadi nach feiner Vorarbeit von Pourié die Riesenchance zum Ausgleich (13.), der nächste Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite; Bernd Nehrig attackierte Dennis Dressel nicht konsequent genug, sodass dieser den Platz nutzen konnte, um aus 17 Metern zum 2:0 zu vollenden (22.).
Optimismus keimte nach dem Anschlusstreffer auf: Pourié passte nach starker Balleroberung zu Danilo Wiebe, dessen zielgenaue Flanke Marcel Bär zum 2:1 einköpfen konnte (32.). „Das hat Hoffnung auf die zweite Halbzeit gemacht“, so Antwerpen, der jedoch enttäuscht wurde. Zwar übersah Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck bei einem Eintracht-Angriff ein Handspiel von 1860-Keeper Marco Hiller außerhalb des Strafraums (57.), insgesamt zeigten sich die Löwen in der Offensive aber wenig einfallsreich. „Wir hätten mehr auf Ballbesitz gehen müssen, der eine oder andere technische Fehler hat das aber verhindert“, erklärt der Eintracht-Coach der mit ansehen musste, wie die Löwen durch einen Doppelpack von Sascha Mölders (67/79.) sogar noch auf 4:1 davonzogen. Beinahe hätte der 1860-Oldie sogar einen lupenreinen Hattrick erzielt, scheiterte aber am Pfosten (82.).

Die offensivere Ausrichtung im zweiten Durchgang wollte Antwerpen anschließend nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Wenn es ganz bitter kommt, werden wir hier richtig abgeschossen, grundsätzlich können wir mit dem Spiel nicht zufrieden sein.“ Auch der vielversprechende Einstand seiner beiden Neuzugänge Marvin Pourié und Merveille Biankadi, der den verletzten Manuel Schwenk kurzfristig ersetzte, trug ebenfalls nicht dazu bei, die Laune des 48-Jährigen zu verbessern: „Wir haben das Ding als Mannschaft 4:1 verloren, deshalb brauchen wir jetzt nicht darüber reden, dass einzelne Spieler eine gute Partie gemacht haben.“ Durch die Niederlage fielen die Löwen auf Platz fünf zurück und haben vor dem richtungsweisenden Heimspiel gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena am kommenden Samstag um 14 Uhr drei Zähler Rückstand auf den Relegationsrang.

Mannschaft: Fejzic (2,5) – Kijewski (3,5), Nkansah (5), Ziegele (5), Kessel (4) – Wiebe (3,5), Nehrig (4), Fürstner (4) – Biankadi (3), Pourié (3), Bär (3)
Eingewechselt: 66. Kobylanski(-) für Fürstner; 78. Feigenspan (-) für Biankadi; 85. Becker (-) für Kessel
Tore: 1:0 (7.) Nkansah (Eigentor); 2:0 (22.) Dressel; 2:1 (29.) Bär (Vorarbeit Wiebe); 3:1 (67.) Mölders; 4:1 (79.) Mölders
Zuschauer: 15000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Kijewski, Nehrig

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