Antwerpen „höchst unzufrieden“ | Neue Braunschweiger
18. Dezember 2019
Sport

Antwerpen „höchst unzufrieden“

Eintracht verliert 1:2 gegen SV Meppen – Kobylanski ein- und wieder ausgewechselt

Manuel Schwenk erreichte als einer der wenigen Braunschweiger Normalform. Foto: imago/Joachim Sielski

Braunschweig. Zum Hinrundenende zeigten sich die Löwen nicht von ihrer besten Seite und verloren nach schwacher erster Hälfte mit 1:2 gegen den SV Meppen. Dennoch belegt die Mannschaft von Marco Antwerpen zur „Halbzeit“ den Relegationsrang, weil kein Spitzenteam einen dreifachen Punktgewinn einfahren konnte. Zum Jahresabschluss empfangen die Blau-Gelben am kommenden Samstag den 1. FC Magdeburg.

Die Unzufriedenheit über die Niederlage war dem Eintracht-Coach deutlich anzumerken: „So kann man das nicht spielen“, kritisierte er seine Mannschaft und vermisste vor allem den Willen ans Limit zu gehen: „Man keine einzelnen Spielern rausheben, es zog sich wie ein roter Faden durch die Mannschaft. Dementsprechend muss man höchst unzufrieden sein und kann das so nicht akzeptieren.“

Angesichts der Kulisse von fast 18000 Fans fehlte ihm bei einigen Akteuren außerdem „die Bereitschaft zu wissen, für welchen Verein ich hier spiele“. Hiermit dürfte sich insbesondere Martin Kobylanski angesprochen fühlen, den der 48-Jährige mit der fußballerischen Höchststrafe belegte. Nach seiner Einwechslung in der sechsten Minute musste er den Platz nach 67 Minuten bereits wieder verlassen. Auch wenn Antwerpen eine Bestrafung dementierte, dürfte es sich um einen eindeutigen Fingerzeig in Richtung des Mittelfeldspielers handeln, seine Einsatzbereitschaft zu überdenken.

Vor Kobylanskis Einwechslung hatte sich Bernd Nehrig verletzt und die taktischen Pläne Antwerpens über den Haufen geworfen: „Es ist schon etwas anderes, wenn wir im Vorfeld wissen, dass er nicht zur Verfügung steht, als wenn er nach fünf Minuten runter muss“, bedauerte der Coach den Ausfall seines Kapitäns, dessen Einsatz gegen Magdeburg fraglich ist. Nehrig-Ersatz Danilo Wiebe konnte dem Spiel in der Folge nicht die erhoffte Stabilität geben und wird gegen Magdeburg wegen der fünften gelbe Karte auf jeden Fall fehlen.

Mit Deniz Undav hatte ihm und seinem Team ein Ex-Braunschweiger an alter Wirkungsstätte gleich zwei Treffer eingeschenkt (16./40.). „Wenn er zum Tor zieht, muss einer raustreten und ihn am Schuss hindern“, bemängelte Antwerpen vor dem ersten Gegentreffer ein taktisch ungeschicktes Verhalten von Robin Becker und Felix Burmeister. Letzterer hatte Undav nicht attackiert, nachdem Becker zuvor den Ball verloren hatte.

Der zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer durch Manuel Schwenk (24.) wurde von Kevin Goden vorbereitet, der zwar zugunsten von Benjamin Kessel in der Startelf gestanden hatte, dem Routinier aber im zweiten Durchgang wieder den Vortritt lassen musste: „Er ist ein junger talentierter Spieler, der solche Spiele mitnehmen muss und weiß, was er verbessern muss“, lautete Antwerpens Statement zum ansonsten blassen Auftritt des Youngsters und stellte klar, dass der Wechsel mit Kessel abgesprochen war und lediglich eine Verschnaufpause darstellen sollte: „Benny hat 2019 jedes Spiel von Anfang an gemacht.“

Mannschaft: Fejzic (3) – Kijewski (3), Burmeister (4), Becker (4), Goden (4,5) – Wiebe (4), Nehrig (-) – Y. Otto (4,5) – Schwenk (3), Proschwitz (5), Bär (4,5)

Eingewechselt: 6. Kobylanski (4,5) für Nehrig; 46. Kessel (3,5) für Goden; 67. Feigenspan (-) für Kobylanski

Tore: 0:1 (16.) Undav; 1:1 (24.) Schwenk (Vorarbeit Goden); 1:2 (40.) Undav.

Zuschauer: 17910

Gelbe Karten: Burmeister, Wiebe(5./gesperrt), Schwenk, Kessel

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