Antwerpen: „Irgendwo hört es auch auf“ | Neue Braunschweiger
11. März 2020
Sport

Antwerpen: „Irgendwo hört es auch auf“

Desolate Eintracht mit 0:3 gegen Rostock noch gut bedient – Pfitzner: „Eine Scheißleistung“

Frust, Enttäuschung und Zorn bei Torwart Jasmin Fejzic – dahinter feiert Hansa Rostock das Tor zum 3:0-Endstand. Foto: Andy Buenning/imago images

Braunschweig. Erschreckend schwach präsentierten sich die Löwen am Montagabend beim direkten Konkurrenten Hansa Rostock und verloren völlig verdient 0:3. Zu Recht sprach der eingewechselte Marc Pfitzner, neben Jasmin Fejzic einziger Braunschweiger mit Normalform, anschließend von einer „Scheißleistung“.

„Wir waren absolut chancenlos, da sollte jeder Spieler nach Hause fahren und mit sich hart ins Gericht gehen“, war Marco Antwerpen nach der Partie konsterniert und forderte seine Akteure auf, „sich zu hinterfragen, ob sie hundertprozentig beim Fußball sind.“ Rostocks Doppeltorschütze John Verhoek ärgerte sich im Nachgang „nicht 6:0 oder 7:0“ gewonnen zu haben, was angesichts von drei Aluminiumtreffern seiner Mannschaft nicht übertrieben war. Einem weiteren Tor der Hanseaten kurz vor der Pause wurde nur aufgrund eines diskussionswürdigen Fouls von Verhoek gegen Robin Becker die Anerkennung verwehrt.

Der Auftakt an der Ostsee verlief kurios; nach nicht einmal einer Minute fiel das Flutlicht aus und sorgte für eine fast 20-minütige Unterbrechung. Anschließend dauerte es keine weiteren 60 Sekunden bis zur Rostocker Führung. Beim 0:1 schaltete Felix Burmeister gegen Verhoek nicht schnell genug, während Becker vor dem 0:2 von Daniel Hanslik mit einem „Tunnel“ düpiert wurde und der Torschütze den indisponierten Burmeister im Zweikampf locker abschüttelte (14.). Dank Chancenwucher der Heimelf folgte aber nur noch der zweite Treffer von Verhoek in der Schlussminute, bei dem sich die Löwen-Abwehr einmal mehr komplett düpieren ließ.

„Unfassbar“ fand der Eintracht-Coach die Tatsache, dass seine Spieler nur eine Woche nach dem überzeugenden Sieg gegen Uerdingen genauso desolat wie zuvor beim 1:3 in Würzburg agierten, obwohl er vor einem ähnlichen Szenario gewarnt hatte. Die Unterbrechung zu Beginn ließ er nicht als Entschuldigung gelten: „Danach muss ich auf den Platz gehen und meinen Job machen“, so Antwerpen: „Wir bekommen einen Beinschuss im Fünfmeterraum, irgendwo hört es auch auf.“

Mannschaft: Fejzic (3,5) – Kijewski (5), Burmeister (6), Ziegele (4,5), Becker (6) – Kammerbauer (6) – Biankadi (5), Kobylanski (5) – Schwenk (5) – Pourié (5,5), Proschwitz (5,5)

Eingewechselt: 36. Pfitzner(3,5) für Schwenk; 57. Ademi (4) für Biankadi; 68. Bär (-) für Proschwitz

Tore: 1:0 (2.) Verhoek; 2:0 (14.) Hanslik; 3:0 (90.) Verhoek

Zuschauer: 12 295

Gelbe Karten: Becker, Burmeister

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