Antwerpen: „Wir müssen besser werden“ | Neue Braunschweiger
8. Januar 2020
Sport

Antwerpen: „Wir müssen besser werden“

Eintracht für eine Woche zum Trainingslager in der Türkei – Bürger spielt in Würzburg vor

Felix Burmeister (Mitte) und Stephan Fürstner (rechts) beim Laktattest während des Trainingsauftakts am Sonntag im Eintracht-Stadion. Foto: Philipp Ziebart/BestPixels.de

Braunschweig. Seit Montag weilen die Löwen im türkischen Belek, um sich während eines einwöchigen Aufenthalts intensiv auf die Restrückrunde vorzubereiten. Am Sonntag steht dort der Vergleich mit dem FC Vaduz auf dem Programm, bevor das Team am kommenden Montag wieder zurück nach Braunschweig fliegt.

„Wir wollen uns gut auf die letzten 18 Spiele vorbereiten. Es ist extrem wichtig, in den kommenden drei Wochen gut zu arbeiten, weil wir besser werden müssen; das steht außer Frage“, skizziert Marco Antwerpen seine Erwartungen für die Vorbereitung auf die Restrunde, die mit dem Auswärtsspiel bei 1860 München am 26. Januar beginnt.
„Die Jungs sind alle extrem motiviert“, zeigte sich der Eintracht-Coach nach dem Laktattest am Sonntag zufrieden, bei dem nur der erkältete Marcel Bär fehlte. Am Montag hoben die Blau-Gelben dann ab in Richtung türkische Riviera, wo die nach Ankunft auf dem Programm stehende Trainingseinheit den starken Regenfällen zum Opfer fiel.

Antwerpens Zuversicht, sein Team in der Türkei für den Aufstiegskampf optimal vorbereiten zu können, tat das jedoch keinen Abbruch. Vielmehr freut sich der 48-Jährige auf die Gelegenheit, seine Spieler in Belek noch intensiver mit seinen eigenen fußballerischen Vorstellungen vertraut zu machen. Dies sei seit seinem Amtsantritt wegen der laufende Runde nicht einfach gewesen. „Zeit ist immer wichtig, die hatten wir in der Form nicht und waren mit der Punktausbeute dementsprechend nicht zufrieden“, so der ehemalige Münsteraner, der Trainingseinheiten mit seiner Mannschaft Testspielen vorzieht: „Ich finde es wichtig, im Trainingslager mehr Einheiten mit der Mannschaft zu haben, als gleich drei oder vier Spiele zu bestreiten.“ Trotzdem ist es für ihn denkbar, neben dem Spiel gegen Vaduz einen weiteren Test zu absolvieren: „Wir schauen, was sich ergibt.“

Gleiches trifft auch auf die Verpflichtung von neuen Spielern zu. „Wir sondieren den Markt, den perfekten Spieler zu bekommen, ist im Winter schwierig“, weiß auch Antwerpen, der die Wechselkandidaten Nick Otto, Lasse Schlüter und Leon Bürger nicht mit nach Belek nahm. Letzterer bekommt aktuell die Gelegenheit, sich beim Ligakonkurrent Würzburger Kickers für ein Engagement zu empfehlen.

„Die Situation war für Leon in den vergangenen Monaten – auch durch seine Verletzung – nicht einfach. Wir haben uns mit ihm ausgetauscht und er hat den Wunsch nach einer Veränderung geäußert. Er ist ein sehr talentierter Spieler, dennoch wollen wir ihm keine Steine in den Weg legen und ihm die Möglichkeit geben, bei den Würzburger Kickers zu trainieren“, erklärt Eintrachts Sportdirektor Peter Vollmann den Schritt. Der 20-Jährige hatte unter Henrik Pedersen und André Schubert insgesamt sechs Drittligaspiele absolviert, war jedoch seit Dezember 2018 ohne Punktspieleinsatz. In der Sommervorbereitung warf ihn ein Außenbandriss zurück, sodass er in der laufenden Saison lediglich bei der Partie gegen Zwickau im Spieltagskader gestanden hatte.

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