Arbeit der Zukunft gestalten | Neue Braunschweiger
24. April 2015
Politisches

Arbeit der Zukunft gestalten

Deutscher Gewerkschaftsbund ruft zu Kundgebung und Demonstration am 1. Mai auf.

Die Broschüre des Jugendbündnisses, das Schüler, Studierende, Auszubildende, junge Arbeiter und Erwerbslose aufruft, an der Mai-Kundgebung teilzunehmen. Foto: oh

Von Martina Jurk, 25.04.2015.

Braunschweig. „Die Arbeit der Zukunft gestalten wir!“ Unter diesem Motto steht in diesem Jahr der 1. Mai, der Internationale Tag der Arbeit. Der DGB Südostniedersachsen organisiert, unterstützt von vielen Partnern, die Veranstaltungen an diesem Tag. Zwölf sind es insgesamt in der Region.

Um 10.30 Uhr beginnt die Mai-Kundgebung auf dem Burgplatz. Das hat Tradition. „Aber seit vielen Jahren erstmals wieder spricht der Braunschweiger Oberbürgermeister die Grußworte der Stadt“, sagt Hansi Volkmann. Der Gewerkschaftssekretär findet es wichtig, dass DGB und Stadt zusammen Flagge zeigen.

Die Mairede hält Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand. „Als Zuständige für sozialpolitische Fragen wird sie sich mit wichtigen Themen wie dem Mindestlohn befassen“, so Volkmann. Denn Ziel sei es ja, die Arbeit der Zukunft zu gestalten – in allen Bereichen der Gesellschaft. Berichte aus Braunschweiger Betrieben kommentieren die Beatpoeten, die im vergangenen Jahr sehr gut angekommen seien. Die anschließende Demonstration zum Bürgerpark, wo ab 12.30 Uhr ein internationales Fest beginnt, wird begleitet von der Samba-Band Attac. Es werden kulinarische Spezialitäten aus vielen Ländern angeboten, es gibt Informationsstände und ein großes Kinderfest mit Zirkus Dobbelino, Ponyreiten und Bastelecke. Die Beatpoeten und Nowottny mit Paul Köninger treten auf der Bühne am See auf. Mit Blues, Soul und Pop-Klassikern unterhalten Axel Uhde und Geza Gal auf der Bühne am Turm. Die Organisatoren rechnen mit 5000 Besuchern – wenn das Wetter mitspielt. Alle Parteien sind eingeladen.

„Jugendliche sollen nicht nur mit junger Musik begeistert werden, sondern auch durch inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen wie Rassismus und Bragida“, betont DGB-Jugendsekretär Markus Hulm. Deshalb schließe sich seit 2011 jedes Jahr zum 1. Mai das Braunschweiger Jugendbündnis zusammen. So hätten im vergangenen Jahr 380 Jugendliche für die Mai-Kundgebung mobilisiert werden können.

Auch in diesem Jahr sind Schüler, Studierende, Auszubildende, junge Arbeiter und Erwerbslose aufgerufen, sich am Jugendblock zu beteiligen. An den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen müsse Kritik geübt werden. Es sei notwendig, diese gemeinsam zu formulieren, argumentiert die DGB-Jugend. Das Motto des Jugendbündnisses lautet deshalb „Gegen die Gewalt der herrschenden Verhältnisse! Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft!“ Im Anschluss an die Kundgebung gibt es im Bürgerpark auch wieder eine Jugendmeile.

Erstmals hat der DGB zum 1. Mai eine Zeitung herausgebracht. „Darin geht es inhaltlich unter anderem um die Sorge, dass Bragida nur die Spitze des Eisbergs ist in dem Versuch, die Gesellschaft von rechts zu spalten. Auch die Ausgrenzung von Ausländern und Arbeitslosen ist ein Thema“, erklärt Hansi Volkmann, Verantwortlicher für die Redaktion. Ulrich Markurth habe einmal die Zahl 3000 genannt – Menschen, die niemals eine Chance hätten, auf den ersten Arbeitsmarkt zu kommen. „Um diese Menschen muss man sich kümmern“, betont Volkmann. Doch dafür brauche man Geld. Deshalb habe der DGB alle Landtagsabgeordneten zum 5. Mai eingeladen. Ziel sei es, eine Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen, um so mehr Mittel für den sozialen Arbeitsmarkt zu erhalten.

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