5. März 2021
Sport

Arnas Velicka fühlt sich sichtlich wohl

Basketball: Der Neuzugang aus Litauen hat auf Anhieb eine wichtige Rolle eingenommen

Der junge Litauer Arnas Velicka (links, neben Oldenburgs Nathan Boothe) ist bei den Löwen auf Anhieb gut eingeschlagen.  Foto: Andreas Burmann/imago images

Braunschweig. Die Verpflichtung von Arnas Velicka war auch aus der Not geboren. Gerade hatte Aufbauspieler Bryon Allen bei den Löwen-Basketballern hingeworfen, weil ihm seine Rolle im Team nicht länger zugesagte. Mit dem Litauer Velicka war es nun an einem gerade mal 21 Jahre alten Spieler, den sieben Jahre älteren US-Routinier zu ersetzen. Nach vier absolvierten Bundesliga-Spielen scheint es, als hätten die Löwen einen guten Griff getätigt.

Dieser Ansicht ist auch Cheftrainer Pete Strobl. „Arnas muss sich immer noch an unser Niveau gewöhnen, aber seine Schnelligkeit und sein Spielverständnis sind schon auf einem Spitzenniveau und helfen uns auf jeden Fall“, sagt der US-Österreicher. „Er muss immer noch seine Mitspieler kennenlernen und umgekehrt. Aber das kommt mit der Zeit.“

Auch wenn drei der vier Begegnungen mit Velicka verloren gingen, demonstrierte der junge Nationalspieler aus der stolzen Basketball-Nation Litauen bereits seine Klasse. Mit 13,3 Punkten und 5,8 Assists pro Partie liefert er bereits bessere Werte ab als sein Vorgänger, auch seine Wurfquoten aus dem Feld und von der Freiwurflinie sind stärker. Im Spiel am Mittwoch gegen Göttingen durfte er erstmals mit der ersten Fünf auflaufen, kam auf 30 Minuten Einsatzzeit und zeigte mit 19 Punkten, 7 Assists und 3 Ballgewinnen seine bisherige Bestleistung. Fast noch wichtiger: Velicka ist immer mit vollem Einsatz bei der Sache, mentale Auszeiten oder Lustlos-Phasen, die man bei Allen gelegentlich auszumachen glaubte, leistet sich der quirlige Youngster nicht.

Das mag auch daran liegen, dass sich Velicka bei den jungen und hungrigen Löwen rundum wohlfühlt. „Die Mannschaft passt zu mir und ich fühle mich gut in der Mannschaft“, berichtet er. „Ich mag die Energie des Teams, es herrscht eine gute Atmosphäre. Jeder arbeitet hart, um besser zu werden.“ Der Marathon-Spielplan, der dem Team wegen einiger Spielverlegungen bevorsteht, schreckt den 1,95 Meter großen „Notnagel“ nicht. Im Gegenteil: „Ich habe in den vergangenen sechs Monaten in der französischen Liga nur ungefähr zehn Spiele bestritten. Deswegen freue ich mich sehr auf zehn Partien in einem Monat – ich habe die Spiele vermisst!“

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