Attraktive Lebensräume | Neue Braunschweiger
21. Februar 2014
Politisches

Attraktive Lebensräume

Bildungsregionen entwickeln sich zu attraktiven Lebensräumen

Prof. Dr. Herbert Asselmeyer. Foto: Landkreis Peine

Peine, 21.02.2014.

Engagiert und kompetent – so kennt das Fachpublikum Prof. Dr. Herbert Asselmeyer von der Stiftungsuniversität Hildesheim.
Jetzt war er als Referent bei der Bildungskonferenz des Landkreises zu Gast.

Rund 60 Teilnehmer informierten sich darüber, warum Bildungsregionen, bestmögliche Bildung und lebenslanges Lernen nicht nur für den einzelnen Menschen bedeutsam sind, sondern auch den Kommunen als Standortfaktor dienen.
„Wenn man über die Bildungsregion als attraktiven Lebensraum spricht, ist die zentrale Frage zunächst durchaus provokant“, so Asselmeyer, „was würde Menschen veranlassen zu sagen: In der Bildungsregion Peine hat mein Kind eine gute Bildungschance?“
Sein Statement: „Man kann sicher von guten Bildungschancen sprechen, wenn Bildung in der gesamten Region einen hohen Stellenwert einnimmt, wenn die Verantwortung für die Lernbiographie eines Menschen als gemeinsame Herausforderung betrachtet wird und wenn Angebote zum Wohl der Kinder und Jugendlichen verlässlich abgestimmt, gut organisiert und pädagogisch anspruchsvoll vorgehalten werden.“
Das Niedersächsische Kultusministerium beschreitet in diesem Sinne neue Wege und schafft Rahmenbedingungen für eine staatlich-kommunale Verantwortungsgemeinschaft.
Flächendeckend sollen so Bildungsregionen entstehen, die dazu beitragen, dass ein Denken in Zuständigkeiten abgelöst wird durch ein Denken und Handeln in gemeinsamer Verantwortung.
Die Öffnung der eigenverantwortlichen Schulen in den Sozialraum ist in diesen Ansatz integriert.
Darüber hinaus widmete sich Asselmeyer der Frage nach strategischen Erfolgsfaktoren und den Kriterien für die nachhaltige Entwicklung einer Region insgesamt – Fragen, die nicht nur den Landkreis Peine, sondern viele Regionen in Niedersachsen bewegen.
So seien beispielsweise Senioren, die ihre Lebens- und Berufserfahrung jüngeren Menschen zur Verfügung stellen, für die Gesellschaft unverzichtbar geworden.
In Projekten, wie etwa dem Mathe-Patenprojekt, den Jobpartnern, Leselernhelfern oder den Lesepartnern hat sich dies in Peine bereits als gute Praxis etabliert.
Die Diskussion im Anschluss an den Vortrag zeigte, dass Bildungseinrichtungen im Landkreis Peine die Unterstützung durch die Schulträger schätzen und dass die bestehenden Kontakte und Kooperation im Landkreis sehr wichtig sind.
Informationen zu der Konferenz gibt es unter www.bildungsbuero-peine.de.

Quelle: Landkreis Peine

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