29. Dezember 2020
Buntes

Auch im Lockdown alle auf Trab gehalten

Digitales Übungskonzept: Jugendfeuerwehr Stöckheim mit dem Förderpreis "Helfende Hand" ausgezeichnet

Bundesweite Auszeichnung für die Stöckheimer Jugendfeuerwehr: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Müller (Mitte) kam zur symbolischen Scheckübergabe. Foto: Feuerwehr Braunschweig

Braunschweig. Feuerwehrleute können nicht im Homeoffice arbeiten, aber die Jugendfeuerwehr Stöckheim hat die digitalen Möglichkeiten genutzt, damit alle Mitglieder im Training bleiben.

Das Projekt „Jugendfeuerwehr 2.0“ hat den vierten Platz in dem bundesweiten Wettbewerb „Helfende Hand“ erreicht und wurde mit einer Siegerprämie in Höhe von 3.000 Euro bedacht. Der Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Carsten Müller (CDU) hat den Förderprei des Bundesinnenministeriums stellvertretend an Jugendfeuerwehrwartin  Jasmin Lindner.

Die Jugendfeuerwehr Stöckheim konnte sich gegen 112 weitere Projekte in der Kategorie „Innovative Konzepte“ durchsetzen und war unter die Top 5 gekommen. Eigentlich wären die Verantwortlichen der Ortsfeuerwehr Stöckheim zur Preisverleihung nach Berlin gefahren, doch durch die aktuelle Corona-Pandemie war das in diesem Jahr nicht möglich.

Bei der Preisverleihung im kleinen Rahmen waren auch Stadtbrandmeister Ingo Schönbach und sein Stellvertreter Stephan Kadereit anwesend. Ingo Schönbach betont den Einfallsreichtum der Jugendfeuerwehrwartin Jasmin Lindner: „Hier in Stöckheim sieht man ein hervorragendes Beispiel für Engagement der ehrenamtlichen Betreuer in der Feuerwehr. Es wurde eine bestehende Idee erweitert und ein großartiges Konzept ins Leben gerufen, damit die Jugendlichen im Training bleiben und den Spaß an der Feuerwehr nicht verlieren. Vor allem im ersten Lockdown konnte so den jungen Menschen etwas Normalität geboten werden.“

Die Stöckheimer Jugendfeuerwehrwartin Jasmin Lindner und ihr Team haben sich neue Wege überlegt, um mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr im Kontakt zu bleiben. Insgesamt drei Bausteine haben sich Jasmin und das Team für die Jugendfeuerwehr 2.0 überlegt. Außer einer digitalen Lern-App, um Basiswissen zu vertiefen, hatten sie die Idee für 14-tägige Herausforderungen. So mussten die Mitglieder zum Beispiel eine Minute „Burpees“ (eine Mischung aus Kniebeuge, Liegestütz und Strecksprung) machen und ein Video davon Jasmin übersenden, Selfies mit sich vor Feuerwehrhäusern schicken, oder Knoten und Stiche auf Zeit machen.

Der letzte und dritte Baustein im Stöckheimer Modell „Jugendfeuerwehr 2.0“ sind virtuelle Übungsdienste am heimischen Computer oder Tablet, über eine Konferenzplattform der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr (NJF) treffen sich die Jugendlichen alle zwei Wochen zur gewohnten Zeit mit dem Team. „Es war für uns alle eine Umstellung, aber das Model Jugendfeuerwehr 2.0 wird gut angenommen. So bleiben wir und vor allem die Jugendlichen untereinander im Kontakt“, berichtet Jasmin Lindner. Die digitalen Angebote konnten zwar den regulären Übungsdienst nicht komplett ersetzen, aber gefielen der Jury so gut, dass es dafür jetzt das Preisgeld gab.

Auch interessant