30. Oktober 2015
Menschen

Auf dem Weg in die Wirtschaft holpert es noch ziemlich

Die Glücksfälle, die gibt es auch

Sie alle setzen sich für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ein (v.l.): Adalbert Wandt (IHK), Harald Eitge (Agentur für Arbeit), Olga Alferova (prüft für die IHK die Qualifikation von Flüchtlingen, die keine Abschlüsse vorweisen können), Wolfgang Niemsch (Arbeitgeberverband), Dr. Ulrich Kühnast (Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg) und Michael Albrecht (Porsche-Zentrum). Foto: T.A.

Von Marion Korth, 31. Oktober 2015.
Braunschweig. Bisher sind es eher persönliche Kontakte, die einem Flüchtling den Weg in ein Unternehmen ebnen. Eine Empfehlung brachte Mustafa Abakar aus dem Sudan ins Porsche-Zentrum. Sein Chef Michael Albrecht schätzte vom ersten Tag an das Engagement des neuen Mitarbeiters. Albrecht: „Es macht Spaß mit ihm.“ Voraussetzung für die geglückte Integration sei aber, dass alle Mitarbeiter Zeit bekommen, Vorurteile und mangelndes Wissen abzubauen, um sich mit dem neuen Kollegen anzufreunden. Albrecht nimmt sich selbst nicht aus, auch er habe keine Ahnung gehabt, was er sich unter einer Reparaturwerkstatt im Sudan vorstellen soll. Heute weiß er, dass damit kein Schuppen in der Wüste, sondern ein ziemlich moderner Betrieb in einer Millionenstadt gemeint war. Beide Seiten müssten dazulernen. Bei vergleichbarer Qualifikation würde er sofort noch weitere Flüchtlinge einstellen.
Auch Wolfgang Niemsch berichtet von einem Mitarbeiter, bei dem sich durch Zufall herausstellte, dass er ein Meister an der Fräsmaschine ist, ohne dass er eine entsprechende Ausbildung hat.

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