25. Januar 2022
Natur

Auf die Wiese, fertig, los

„Bioblitz 2022“: Wer sammelt die meisten Arten in seiner Stadt?

Beim Bioblitz werden so viele Arten wie möglich erfasst.  Foto: Christoph Steinweg/LWL

Braunschweig (bw). Wo leben die meisten Arten? Wer gehört auf die Rote Liste? Beim „Bioblitz 2022“ kann jeder selbst zum Forscher werden – ganz einfach mit Smartphone und App. Dafür muss er nur bis Ende des Jahres so viele Arten wie möglich in seiner Stadt oder seinem Landkreis erfassen. Veranstaltet wird der „Bioblitz 2022“ von observation.org, einer Plattform für Naturbeobachtung.

Die gesammelten Daten werden gesichert und stehen zum Beispiel der Grundlagenforschung und dem Naturschutz zur Verfügung. Das Staatliche Naturhistorische Museum in Braunschweig unterstützt die Aktion.
„Ich freue mich, dass wir für Braunschweig an diesem Wettbewerb teilnehmen“, ist Claudia Kamcke, Abteilungsleiterin für wirbellose Tiere, begeistert. „Und natürlich haben wir auch den Ehrgeiz, eine möglichst lange Artenliste für das Stadtgebiet von Braunschweig zu generieren.“

Für den Bioblitz 2022 kann alles gemeldet werden, was bestimmbar ist: Tiere, Pflanzen, Pilze und sogar Einzeller. Die Meldung wird dort registriert, wo sie gemacht wurde und zählt als Beitrag für den jeweiligen Landkreis oder die Stadt. Die Erfassung ist einfach: Über die App ObsIdentify oder die Website Observation.org können mit dem Smartphone Arten per Foto aufgenommen und identifiziert werden. Wer sich selbst bereits mit der Bestimmung auskennt, kann die Apps ObsMapp und iObs verwenden, um auch Funde ohne Foto zu registrieren.
Fachleute überprüfen die Meldungen auf ihre Richtigkeit und erstellen anschließend umfassende Datensätze. Auf diese können dann später Institutionen zugreifen, um zum Beispiel auf bedrohte Tier- oder Pflanzenarten aufmerksam machen.

Ein Beispiel: In den Städten Münster und Salzburg wurde im vergangenen Jahr ein Bioblitz durchgeführt. Verzeichnet wurden 3350 Arten in Münster und 2500 in Salzburg, darunter auch Erstfunde und Arten, die durch den Klimawandel ihr Areal verändern. Über die Plattform Observation.org lassen sich solche Entwicklungen nahezu live verfolgen.
Alle Informationen zu dem Projekt #bioblitz2022 gibt es im Internet unter der Adresse http://www.bioblitze.lwl.org.

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