„Auf diese Leistung aufbauen“

Eintracht mit Auswärtspunkt bei Köln – Kammerbauer überzeugt bei Debüt im Eintracht-Trikot

Patrick Kammerbauer (rechts) feierte sein Löwen-Startelfdebüt. Foto: imago images/Revierfoto

Braunschweig. Zum ersten Mal in dieser Spielzeit mussten sich die Löwen mit einer Punkteteilung begnügen. Beim 0:0 gegen Viktoria Köln war die Mannschaft von Christian Flüthmann vor allem in der ersten Hälfte überlegen, nutzte die sich bietenden Torchancen jedoch nicht.

„Das war genau das, was wir wollten, und die Intensität, von der wir leben. Wenn wir an das anknüpfen, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, wäre das ein Traum“, zeigte sich der Eintracht-Coach zufrieden mit dem entschlossenen Auftreten seiner Mannschaft, empfand es jedoch als „ärgerlich“, dass seine Spieler, allen voran Nick Proschwitz, eine mangelnde Chancenauswertung an den Tag legten. Darüber hinaus wurden die Löwen kurz vor der Pause klar benachteiligt, als Robin Ziegele im Kölner Strafraum gefoult wurde, der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger jedoch ausblieb (39.).

Im zweiten Durchgang tat sich Eintracht auch nach der Hereinnahme von Martin Kobylanski schwerer und hatte Glück, dass Albert Bunjaku bei einem Konter in der Nachspielzeit über das Tor zielte: „Wir haben Köln analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir ein lauf- und zweikampfstarkes Mittelfeld brauchen und Kreativität zweitrangig ist“, erläutert Flüthmann den anfänglichen Verzicht auf seinen Topscorer und war erleichtert, dass Bunjaku den Kölnern im Schlussspurt nicht noch glückliche drei Punkten bescherte: „Man kann gegen so eine Mannschaft nicht alles verhindern, ansonsten haben wir gut verteidigt.“

Zufrieden zeigte sich Flüthmann mit dem Startelfdebüt von Patrick Kammerbauer, der in der 17. Minute Pech mit einem Innenpfostentreffer hatte: „Man hat gemerkt, dass er zu Beginn etwas reinfinden musste, danach hat man gesehen, dass er Ballsicherheit, Ruhe und eine gute Zweikampfstärke hat“, so der 37-Jährige, der fand, dass Kevin Goden, dem zweiten Debütanten, nach seiner Einwechslung „noch ein bisschen die Bindung gefehlt hat“. Allerdings wurde auch der 21-Jährige vom Schiedsrichter benachteiligt, der einen Ellenbogencheck von Kölns Tobias Willers am Eintracht-Neuzugang ungeahndet ließ.

Insgesamt schmälerten die Begleitumstände der Punkteteilung das positive Fazit von Flüthmann auch im Hinblick auf das nächste Spitzenduell gegen den Halleschen FC am kommenden Samstag aber nicht: „Ich bin komplett zufrieden, weil wir eine Leistung gezeigt haben, auf die wir aufbauen können.“

Mannschaft: Fejzic (3) – Ziegele(3), Nkansah (3), Becker (3), – Kijewski (3), Wiebe (3), Kessel (2,5) – Y. Otto (2,5), Kammerbauer(3) – Bär (3,5) – Proschwitz (4)
Eingewechselt: 55. Goden (4) für Bär; 68. Kobylanski (-) für Kammerbauer; 88. Schwenk(-) für Y. Otto
Tore: Fehlanzeige
Zuschauer: 4408
Gelbe Karte: Ziegele, Kobylanski

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