19. Oktober 2021
Politisches

Auf einen Blick

Die richtigen Nummern für schnelle Hilfe

Braunschweig. Die wichtigsten Nummern für den Notfall auf einen Blick: In möglichst jeder öffentlich nutzbaren Toilettenkabine in Braunschweig soll dazu ein Aufkleber angebracht werden.

„Wir wollen möglichst viele Menschen, die unter Gewalt leiden oder Betroffenen helfen wollen, effektiv über Unterstützungsmöglichkeiten informieren“, sagt Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast zum Start der Aktion.

Die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt ist nicht zuletzt in der Corona-Pandemie bundesweit deutlich angestiegen. Frauen, Kinder und Jugendliche geraten immer öfter in bedrohliche Situationen und wissen nicht, wo sie Unterstützung, Schutz und Hilfe finden. Per Handy kann im geschützten Raum der Kabine der Aufkleber abfotografiert oder auch gleich ein Anruf getätigt werden. Mit den QR-Codes von „Frauen im Netz“ und dem „Braunschweig hilft“-Portal können Betroffene schnell auf eine breite Palette Braunschweiger Hilfsangebote zugreifen.
„Wenn der Aufkleber weit verbreitet ist, trägt er außerdem dazu bei, jede und jeden in unserer Stadtgesellschaft, ob nun selbst betroffen oder nicht, für das Problem zu sensibilisieren“, fügt Christine Arbogast hinzu. Bei der Umsetzung dieses Projekts ist die Stadt auf breite Mitwirkung angewiesen: Gastronomie- und Barbetriebe, Geschäfte und Einzelhandel, Schulen, Diskotheken, Jugendfreizeitzentren, Vereine, Fitnessstudios, öffentliche Veranstaltungsorte, Theater, Kinos, Anlauf- und Beratungsstellen, Firmen und Betriebe, Hotels und viele Einrichtungen mehr sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

Mit einer Mail an kinderschutz@braunschweig.de können sie Aufkleber in erforderlicher Stückzahl anfordern, die dann kostenlos versandt werden. „Alle können und sollten Verantwortung übernehmen und die Aktion aktiv unterstützen, denn nur viele sichtbare Aufkleber erzielen die gewünschte Wirkung“, appelliert die Sozialdezernentin

Ein Aufkleber soll Opfern häuslicher Gewalt schnell die richtigen Notfallnummern zeigen. Foto: BZV-Archiv

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