Aufholjagd am Ende nicht belohnt

Basketball-Bundesliga: Nach dem Rückschlag in Crailsheim spielen die Löwen heute in Gießen

Bazou Koné, hier im Spiel gegen Ludwigsburg, gehörte mit 17 Punkten und sieben Assists zu den stärksten Löwen in Crailsheim. Archivfoto: Hübner/imago

Braunschweig. Jede noch so schöne Serie hat irgendwann einmal ein Ende: Nach sechs Siegen in Folge mussten die Löwen-Basketballer am Mittwochabend eine ärgerliche 94:99 (86:86, 44:50)-Niederlage nach Verlängerung bei den Merlins in Crailsheim hinnehmen. Am Samstag (18 Uhr) hat der Braunschweiger Bundesligist bei den Gießen 46ers aber die Gelegenheit, den Grundstein für die nächste Siegesserie zu legen.

Ärgerlich war die Niederlage in Crailsheim aus mehreren Gründen. Mit einem Sieg hätte das Team von Trainer Frank Menz an Ludwigsburg und Bamberg vorbeiziehen und in der Tabelle auf Platz fünf klettern können. Und natürlich tun Pleiten gegen das Liga-Schlusslicht immer besonders weh. „Jede Mannschaft kann in dieser Liga jede andere Mannschaft schlagen“, stellte Löwen-Guard DeAndre Lansdowne, Topscorer mit 25 Punkten, nach der Partie im Interview mit Magenta Sport klar. „Deswegen musst du in jedem Spiel gut vorbereitet, fokussiert und bereit für einen Kampf sein.“
Das waren die Gäste aus Braunschweig an diesem Abend allerdings nur bedingt, auch wenn sie durch eine tolle Aufholjagd einen Elf-Punkte-Rückstand im Schlussviertel noch egalisieren konnten. In den fünf Extra-Minuten der Verlängerung zogen sie am Ende dann aber doch den Kürzeren.

Mit 19 Ballverlusten hatten sich die Löwen das Leben selber schwer gemacht. Noch dazu kam eine miserable Freiwurfquote: Nur 16 von 28 Versuchen (57 Prozent) fanden den Korb. Liegengelassene Punkte, mit denen die Mannschaft von Trainer Frank Menz die Partie schon nach 40 Minuten für sich hätte entscheiden können. Zudem taten sich ungewohnte Löcher in der Verteidigung auf. „Wir waren heute defensiv nicht so präsent wie zuletzt während unserer Siegesserie“, gab Lansdowne zu.

Bei den Gießen 46ers erwartet den Tabellenachten nun die nächste schwere Prüfung. Die Hessen kämpfen als Elfter des Klassements ebenfalls um die Playoffs und haben mit Center-Brocken John Bryant den dominierenden Spieler der Liga in ihren Reihen.
Eine Schwächung bedeutet für die Gießener der Ausfall von David Bell. Der Aufbau-Routinier, der im Schnitt elf Punkte bei 44-prozentiger Dreierquote erzielt, wurde von der Liga wegen einer Tätlichkeit in der Begegnung gegen die BG Göttingen für eine Partie gesperrt.

Löwen-Punkte bei den Merlins: Lansdowne 25 (6 Assists), Koné 17 (7 Assists), Hines 10 (11 Rebounds), Blake 10, Sengfelder 10 (8 Rebounds), Eatherton 10 (9 Rebounds), Klepeisz 9, Rahon 3

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