Aus der Traum: Eintracht-Kicker steigen ab | Neue Braunschweiger
10. Mai 2014
Sportliches

Aus der Traum: Eintracht-Kicker steigen ab

1. Fußball-Bundesliga: Die Blau-Gelben kamen nur zum Ehrentreffer durch Hochscheidt.

Enttäuschung: Eintrachts Ermin Bicakcic lässt den Kopf hängen, die Hoffenheimer jubeln. Foto: SH

Von Elmar von Cramon, 10.05.2014.
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Sinsheim. Es hat nicht gereicht. Als Schiedsrichter Peter Sippel gestern um 17.20 Uhr das Spiel abpfiff stand fest, dass Eintracht nach einem Jahr wieder aus der 1. Fußball-Bundesliga absteigen muss. Zuvor hatte die Mannschaft gegen die TSG Hoffenheim mit 1:3 (0:1) den Kürzeren gezogen. Die spielstarken Kraichgauer machten mit temporeichem Offensivfußball alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt zunichte.

Aufgrund der Niederlagen von Eintrachts Konkurrenten 1. FC Nürnberg und Hamburger SV hätte ein eigener Sieg zum Erreichen der Relegation ausgereicht.
In den Anfangsminuten gingen beide Teams engagiert zu Werke, auch wenn das beiderseitige Bemühen sichtbar blieb, nicht ins offene Messer des Gegners zu rennen. Die Gastgeber hatten dennoch mehr Glück: Karim Bellarabi ließ Andreas Beck auf der rechten Abwehrseite zum Flanken kommen und in der Mitte vollendete Sebastian Rudy per Kopf zur TSG-Führung. Die Blau-Gelben bemühten sich zwar um Offensivakzente, waren jedoch wegen der aggressiven Spielweise der Hausherren oft gezwungen, wieder den Rückwärtsgang einzulegen.
Die TSG riss offensiv keine Bäume aus, kam aber durch einen Schuss von Niklas Süle (21.) zu einer weiteren Torchance. Eintracht fand langsam besser ins Spiel, blieb aber anfällig für Konter und hatte Glück, dass das Zuspiel des starken Roberto Firmino zu unpräzise geriet (35.). Doch auch die Blau-Gelben verzeichneten endlich Abschlüsse: Karim Bellarabi zwang TSG-Torwart Jens Grahl nach einem Konter über links zu einer Parade (39.). Kurz vor dem Pausenpfiff wieder Gefahr durch den schnellen Firmino, dessen Querpass Benjamin Kessel aber aus der Gefahrenzone befördern konnte (45.).
Im zweiten Durchgang zeigten sich die Hoffenheimer weiterhin brandgefährlich: Nach einer weiten Flanke von Kevin Volland, kratzte Ermin Bicakcic einen Schuss seines Landsmannes Sead Salihovic von der Linie (54.).
Gefährlich wurde es aber auch für den TSG-Kasten: Zunächst schoss Grahl nach einer missglückten Rückgabe Domi Kumbela an, hatte aber Glück, dass die Kugel außerhalb der Gefahrenzone landete (61.). Nach einem Befreiungsschlag von Kessel tauchte der Torjäger erneut gefährlich vor dem TSG-Tor auf, ging aber nicht entschlossen genug zu Werke, so dass Grahl eher am Ball war (62.).
Ein Traumtor brachte dann die Entscheidung: Tobias Strobl flankte nach Zuspiel von Beck in die Mitte, wo Firmino per sehenswerter Direktabnahme das 2:0 markierte. Kurz darauf sogar das dritte TSG-Tor: Davari ließ eine Hereingabe von Fabian Johnson in die Mitte abprallen, wo Volland aus kurzer Distanz vollstreckte. Schließlich doch noch das 3:1, als der eingewechselte Hochscheidt entschlossen nachsetzte und Grahl mit einer Bogenlampe überwand. Fast hätte Eintracht noch ein Tor erzielt, doch Bellarabi rutschte knapp an einer Nielsen-Hereingabe vorbei (89.).

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