Aus für das Nordbad

Rat der Stadt: Wasserwelt sei ein „exzellenter Ersatz“.

„Wir sind hier, und wir sind laut, weil man uns das Nordbad klaut“, riefen rund 80 Bürger vor dem Rathaus während der Ratssitzung. Sie demonstrierten für den Erhalt des Bades. Foto: T.A.

Von Martina Jurk, 06.04.2014.

Braunschweig. Die Bibs ist mit einem Antrag an den Rat der Stadt gescheitert, das Nordbad nicht abzureißen.

Das Bad habe eine immense Bedeutung für das Schulschwimmen. Der Rat sollte die Kosten für eine Sanierung prüfen und die Erhaltung unter dem Aspekt eines möglichen Denkmalschutzes sehen, begründete Wolfgang Büchs den Antrag.
Die knapp 2000 Unterschriften von Bürgern und 222 Unterzeichnungen einer Onlinepetition für den Erhalt des Nordbades, die an die stellvertretenden Ratsvorsitzenden Helmut Blöcker und Kai Florysiak übergeben wurden, nützten nichts. Die Ratsmehrheit sprach sich dagegen aus, weil es mit der Wasserwelt einen „exzellenten Ersatz“ für das Nordbad geben würde. Allerdings bleibt das Nordbad so lange in Betrieb, bis die Wasserwelt eröffnet.

Der Antrag der Grünen-Fraktion, das Drei-Bäder-Konzept noch mal zu überdenken und zwei zusätzliche Schulschwimmbäder im Osten und Westen der Stadt zu bauen (wir berichteten), wurde in die Ausschüsse delegiert.

Haltepunkt West reaktivieren

Die Grünen wollen den Bahnhaltepunkt West (Broitzem) reaktivieren. Der Rat beauftragte die Verwaltung, eine Überprüfung bei der niedersächsischen Landesregierung anzumelden.
Es sei jetzt ein Verfahren festgelegt worden, nachdem die Kommunen die Überprüfung beantragen können. Die Kosten der Reaktivierung der Haltestelle würden vom Land zu 75 Prozent übernommen. Ein erheblicher finanzieller Anreiz würde also dafür bestehen, so das Argument der Fraktion.
Zahlreiche Anmeldungen lägen der Landesregierung bereits vor, aber leider noch keine aus Braunschweig.
Die ehemalige Bahnstation Broitzem habe mit einem Potenzial von circa 1400 Ein- und Aussteigern die besten Aussichten, wirtschaftlich reaktiviert zu werden.

Bilanzgewinn für Mietwohnungen

Der Rat beschloss, dass der Bilanzgewinn der Nibelungen-Wohnbau-GmbH für das Geschäftsjahr 2013 erneut für die Schaffung preisgünstiger Mietwohnungen verwendet wird.

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