Ausstieg des Namenssponsors überschattet die Heimpartie | Neue Braunschweiger
8. Februar 2014
Sportliches

Ausstieg des Namenssponsors überschattet die Heimpartie

Basketball-Bundesliga: Die Phantoms empfangen heute (17 Uhr, VW-Halle) Rasta Vechta.

Kyle Visser pausierte einige Tage mit einer Knöchelverletzung, soll heute aber spielen. Foto: Herden

Von Christoph Matthies, 09.02.2014.

Braunschweig. Um 17 Uhr geht es für die Phantoms-Basketballer heute um Bundesliga-Punkte, Gast in der Volkswagenhalle ist der Aufsteiger aus Vechta. Für mehr Gesprächsstoff sorgt derzeit aber der Ausstieg des Modeunternehmens New Yorker als Haupt- und Namenssponsor.

Die gute Nachricht für alle Basketball-Fans: Es wird durch den Rückzug des Mode-Konzerns keinen „Domino-Effekt“ geben. Die verbleibenden Gesellschafter und Hauptsponsoren Öffentliche Versicherung, BS-Energy, Volkswagen und Volkswagen Financial Services gaben in einer gemeinsamen Erklärung ein „Bekenntnis zur Zukunftssicherung des Phantoms-Basketballs“ ab.

Praktisch in einem Nebensatz der Pressemitteilung zur „Rettung“ des Badezentrums Gliesmarode hatte New Yorker bekanntgegeben, sich „aus dem Engagement bei den Phantoms zurückziehen“ zu wollen. Die finanzielle Lücke, die der Ausstieg des Namenssponsors und Ausrüsters im Saisonetat hinterlässt, dürfte im hohen sechsstelligen Bereich liegen. Auf die laufende Saison habe das Ausscheiden von New Yorker aber keine Auswirkungen, betont der kaufmännische Geschäftsführer der Phantoms, Norbert Rüscher. Sorgen um die Zukunft des Braunschweiger Basketballs müsse man sich keine machen, so Rüscher, zu dessen Aufgaben die Akquise von Sponsoren gehört.

Bei der Suche nach einem neuen Namenssponsor wäre ein erfolgreiches sportliches Abschneiden in der Basketball-Bundesliga, im Optimalfall eine Playoff-Teilnahme, sicherlich hilfreich. In diesem Zusammenhang muss die heutige Heimpartie gegen den Tabellenfünfzehnten Rasta Vechta gewiss als Pflichtsieg betrachtet werden. Das Hinspiel in der „Reiterstadt“ konnten die Braunschweiger mit 85:76 für sich entscheiden.
„Das war im Hinspiel eine ganz andere Mannschaft“, warnt Phantoms-Headcoach Raoul Korner jedoch vor den Westniedersachsen, die im November auf mehrere Leistungsträger verzichten mussten. „Vechta ist ein Energieteam, das 40 Minuten lang Vollgas gibt. Wer das nicht mitgehen kann, bekommt Probleme“, weiß der Trainer und hofft auf eine kämpferische Energieleistung wie am vergangenen Sonnabend, als seine Phantoms nach kräftezehrender Verlängerung knapp in Quakenbrück gewinnen konnten. Dass sich seine Mannschaft von der Nachricht um den Ausstieg des Namenssponsors irritieren lasse, glaubt Korner indes nicht.

Gegen Vechta gibt es ein Wiedersehen mit den Ex-Braunschweigern Dirk Mädrich und Flavio Stückemann. Und auch auf der Bank sitzen mit Cheftrainer Pat Elzie und Hospitant Stephen Arigbabu bekannte Gesichter.

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