Auswärts weiter chancenlos

Basketball-Bundesliga: Löwen verlieren in Tübingen mit 76:93 (36:44).

Löwen-Topscorer am Freitag: Trent Lockett. Foto (Archiv): T.A.

Von Christoph Matthies, 26.10.2014.

Braunschweig. Als Aufbaugegner für ein strauchelndes Kellerkind präsentierten sich die Löwen-Basketballer am Freitagabend. Nach der deutlichen Niederlage in Tübingen stehen die Braunschweiger mit zwei Siegen aus sechs Begegnungen auf Rang 14 der Bundesliga-Tabelle. Nun warten zwei schwere Auswärtspartien auf das Team von Headcoach Raoul Korner, das bei drei Auftritten in fremder Halle bisher stets chancenlos blieb.

Es grenzte fast an eine Demütigung, als Tübingens Anatoly Kashirov mit der Schlusssirene den finalen Dreier zum 93:76-Endstand versenkte. Der 2,15-Meter-Center ist nicht gerade als Distanzschütze bekannt, im Gegenteil: In seinem vierten BBL-Jahr traf Kashirov überhaupt das erste Mal von jenseits der Dreipunktelinie. Zuvor hatte sein Trainer, Igor Perovic, eine Sekunde vor Spielende trotz hoher Führung eine Auszeit genommen. Das Signal, das Perovic mit diesem Schachzug in buchstäblich letzter Sekunde aussendete, war deutlich: Die Löwen sind für ihn ein Konkurrent im Abstiegskampf, der direkte Vergleich kann am Ende zum Zünglein an der Waage werden.

Tatsächlich präsentierten sich die Löwen zu schwach bei einem Team, das nach fünf Spielen ohne Sieg mit dem Rücken zur Wand stand. Nach 15 anständigen Minuten und einem ausgeglichenen Kräftemessen verloren die Braunschweiger kurz vor der Pause den Faden, nach dem Seitenwechsel wurde der Rückstand allmählich deutlicher. Wieder hatten Dru Joyce, Nicolai Simon und Co. mit einer schwachen Wurfquote zu kämpfen, trafen nur 28 Prozent ihrer Dreier. Und mussten am Ende geschlagen miterleben, wie Tübingens Fans den langersehnten Sieg und den ersten „Triple“ ihres Center-Hünen feierten wie einen Meistertitel.

Löwen-Punkte: Lockett 16 (9 Rebounds), Abromaitis 15, Visser 14, McElroy 11, Allen 7, Simon 5, Joyce 5 (8 Assists), Pluskota 3.

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