„ Auswärtsbilanz verbessern“ | Neue Braunschweiger
3. Juni 2020
Sport

„ Auswärtsbilanz verbessern“

Trainer Antwerpen hofft auf ersten Auswärtssieg unter ihm – Ausfall von Jasmin Fejzic droht

Marco Antwerpen (l.) und Co-Trainer Kurtulus Öztürk  jubeln nach dem Tor zum 4:2 gegen Köln. Foto: Joachim Sielski/imago

Braunschweig. Zum Spiel in der Saalestadt – der neben Magdeburg kürzesten Auswärtsfahrt für die Löwen – wird die Mannschaft erst heute aufbrechen: „Wir werden uns mit zwei Bussen auf den Weg machen und dort noch ein Tageshotel beziehen; nach der Mannschaftssitzung geht es ins Stadion“, erläutert Marco Antwerpen den Ablauf vor der Partie beim HFC, der nach seinem Abrutschen in die Abstiegszone massiv unter Druck steht.

Von der Hallenser Negativserie will sich der Eintracht-Trainer aber nicht beeinflussen lassen, sondern hofft darauf, endlich den ersten Auswärtserfolg seit seinem Amtsantritt im November zu landen: „Wir müssen unsere Auswärtsbilanz verbessern.“
Die Geisterspiel-Atmosphäre sieht er heute nicht unbedingt als Nachteil für die Hallenser an: „Auch wir haben sowohl mit als auch ohne Publikum vor heimischer Kulisse gute Leistungen gezeigt. Außerdem kennt der Gegner sein Stadion und Anreisestrapazen fallen weg.“

Als Faustpfand für einen Erfolg soll beim Gastspiel an der Saale erneut der große, mit vielen Optionen gespickte Kader herhalten. Dieser hatte Antwerpen gegen Köln erlaubt, durch die Startelfnominierung von Leon Bürger für eine Überraschungs zu sorgen: „Wir haben einen großen Kader mit guten Talenten, allerdings war es bislang schwierig, ihnen Spielzeit zu ermöglichen. Nun sind wir enger zusammengerückt, auch weil wir für jeden eine Rolle haben und jeder für sich eine Situation erkennt, in der er spielen kann.“ Auch die Einwechslung des vermeintlichen Stammspielers Marcel Bär entpuppte sich nach dessen Doppelpack als gelungener Schachzug des 48-Jährigen, macht es nun aber umso schwieriger, sich in Halle gegen den 27-Jährigen in der Startelf zu entscheiden. „Wenn ein Spieler wie Marcel Bär mit solchen Erfolgserlebnissen aus einer Partie herausgeht, dann hat er natürlich sehr gute Argumente für die Startelf“, erklärt der Eintracht-Trainer – wohlwissend, dass die englischen Wochen früher oder später ihren Tribut fordern werden und Veränderungen unausweichlich bleiben: „Es stehen ausschließlich englische Wochen an, da macht es wenig Sinn, den Spielern nach einem Erfolgserlebnis zu sagen, ,Ihr seid am Mittwoch schon wieder in der Lage, das gleiche Niveau zu spielen.‘ Dementsprechend überlegen wir uns, mit welcher Taktik und welcher Aufstellung wir in die Begegnungen gehen und werden die Startelf von Spiel zu Spiel variieren.“

Eine ungeplante Veränderung könnte unterdessen auf der Torwartposition anstehen, da Jasmin Fejzic über Knieprobleme klagt. Doch selbst wenn der Routinier zum ersten Mal seit dem Auswärtsspiel gegen Münster ausfiele, würde sich Antwerpen keine Sorgen über die Besetzung dieser Position machen: „Hinter Jasmin Fejzic haben wir mit Yannik Bangsow und Marcel Engelhardt zwei weitere sehr gute Torhüter.“

So könnten sie spielen : Fejzic (Engelhardt/Bangsow) – Kijewski, Burmeister, Kessel, Goden – Kammerbauer, Nehrig (Pfitzner) – Bär (Bürger), Kobylanski, Biankadi – Pourié (Proschwitz).

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