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„Auswärtspunkt völlig in Ordnung“

Fußball: Eintracht und Jena trennen sich torlos – Zwei Zähler Abstand zum rettenden Ufer

Zweikampf: Eintrachts Bernd Nehrig gegen Manfred Starke (Jena). Foto: imago

Braunschweig. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt für Eintrachts Drittliga-Fußballer weiterhin zwei Punkte. Zwar verpassten es die Löwen, beim 0:0 in Jena weiteren Boden gutzumachen, hielten die Thüringer als direkten Konkurrenten jedoch auf Abstand.

„Du kannst nicht jedes Spiel gewinnen. Wir kommen aus einer Situation, wo wir ganz ganz hinten waren und haben uns über Wochen herangekämpft. Deshalb ist ein Auswärtspunkt vollkommen in Ordnung“, war André Schubert mit der Ausbeute des vergangenen Wochenendes zufrieden.

Immerhin hatte seine Mannschaft bei der viertbesten Rückrundendefensive gepunktet,
die in den vergangenen sieben Spielen nur vier Gegentreffer hatte hinnehmen müssen:
„Zwei davon fielen nach Standards, aus dem Spiel heraus lassen sie nicht viel zu“, lobt der Eintracht-Coach.

„Nur nicht verlieren“ sei für ihn das Motto im Kellerduell gewesen, um die Thüringer auf Distanz zu halten,
auch wenn für seine Mannschaft unter Umständen mehr drin gewesen wäre. Onur Bulut scheiterte jedoch in der Nachspielzeit an Jena-Keeper Raphael Koczor.

Die Gastgeber hatten ihrerseits unmittelbar zuvor durch einen gefährlichen Distanzschuss von Manfred Starke den „Lucky Punch“ verpasst. Ex-Löwe Phillip Tietz hätte gut 20 Minuten zuvor zum Torschützen des Tages werden können,
doch der 21-Jährige scheiterte nach einem indirekten Freistoß im Fünfmeterraum am herausstürmenden Pulk der Eintracht-Spieler.

Die ungewöhnliche Gelegenheit hatte sich ergeben, nachdem Jasmin Fejzic einen Klärungsversuch von Niko Kijewski unmittelbar vor der Torlinie aufgenommen hatte, was Schiedsrichter Jonas Weickenmeier als absichtliches Zuspiel interpretierte.

„Ich war etwas sprachlos“, rief die Aktion Unverständnis beim Eintracht-Trainer hervor,
der die Aktion seines Schützlings eindeutig als unabsichtlich einstufte: „Er klärt im Rückwärtslaufen, sogar noch halb im Fallen, das ist kein bewusster Rückpass.“

Auch in anderer Hinsicht hätte sich der 47-Jährige vom Referee ein genaueres Hinschauen gewünscht.

„Es kam unnötig Hektik rein. Wenn man sich mit dem Spiel beschäftigt, sieht man was der Gegner damit bezweckt, wenn verbal etwas kommt, ein bisschen gezogen und provoziert wird“, bemängelt Schubert, sah das Ganze insgesamt aber noch im Rahmen: „Es war ein emotionales Spiel und ist nicht ausgeartet.“

Für künftige Begegnungen fordert der Eintracht-Trainer von seinen Spielern, sich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen: „Wir müssen cool bleiben und uns auf das Wesentliche konzentrieren.“

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