6. Februar 2022
Buntes

Auszeit vom Job: „Ich bin dann mal raus …“

Redakteur Torben Dietrich träumte seit Jahren von einer Auszeit – Jetzt brach er auf

Redakteur Torben Dietrich und seine Frau nehmen sich gerade eine Auszeit vom Alltag. Foto: Privat

Braunschweig/Mauritius. Der Start ins Abenteuer beginnt ganz unspektakulär. Am Braunschweiger Hauptbahnhof. Anfang des Jahres brach Redakteur und Kollege Torben Dietrich mit seiner Frau zu einer Auszeit auf. Sechs Monate raus aus dem Alltag, raus aus dem Trott von schlafen, essen, arbeiten.

„Sabbatical“ nennen das die Amerikaner. Durch die Pandemie ist der Wunsch nach einem Sabbatjahr auch hierzulande gestiegen. Allerdings bestimmt Corona auch, wo eine solche Auszeit überhaupt möglich ist. Auch die Dietrichs haben diese Erfahrung gemacht. Das Zwischenziel Mauritius hat geklappt, aber ob auch das Traumziel Australien erreicht werden kann, steht noch in den Sternen. „Zwei Wochen Quarantäne und vier PCR-Tests pro Kopf, jeder 150 australische Dollar teuer – das ist uns einfach zu viel“, sagt Torben Dietrich.

Kein Urlaub XXL

Anruf um 18 Uhr Ortszeit. Über Zoom erreichen wir den Weltenbummler auf der Insel im indischen Ozean. Torben Dietrich hat vorsorglich alle Türen und Fenster geschlossen: „Draußen tobt gerade ein Zyklon, wir könnten sonst gar nicht miteinander sprechen, so laut ist das“, klärt er auf.
Es ist eine der Erfahrungen, die er bereits in den ersten Wochen gemacht hat: Eine Natur, die so völlig anders ist als die bekannte. Gewaltig und schön zugleich. „Den Tag über kommst du mit einer Shorts aus“, schwärmt er von den Temperaturen im Tropenparadies. Auch das Meer fasziniert ihn: Per Boot fährt das Paar zum Schnorcheln und hat auf einer Aufzuchtstation eine Menge über Meeresschildkröten gelernt.
Mit Inzidenzen von 75 lebt es sich gut im Vergleich zu Zuhause. Die Impfquote liegt hoch, die Menschen sind entspannt, die Maske gehört zum Alltag, Regeln werden ohne zu Murren akzeptiert. Das Sabbatjahr als XXL-Urlaub also? „Nein, nicht nur“, kommt es sofort. Es sollte für beide auch immer eine Chance sein, andere Kulturen kennenzulernen, andere Lebensweisen und hoffentlich auch mitzuarbeiten. Auf einer Schaffarm, bei einem Umweltprojekt – die Dietrichs sind in dieser Hinsicht ganz offen.

Zwei Weltenbummler

Im Ausland zu arbeiten, ist für beide nicht neu. Torben Dietrich hat in Nordirland studiert, in Belfast, im Kosovo und am Persischen Golf als Journalist gearbeitet, darüber hinaus war das Paar beruflich in Neuseeland unterwegs. Die Idee für die Auszeit kam von ihr. „Beide Arbeitgeber stimmten zu, wir mussten allerdings lange vorher die Zeit festlegen, wann wir die Zeit nehmen wollten“, erzählt Torben Dietrich. Von da an legte das Paar jeden Euro zur Seite, um die sechs Monate ohne Gehalt zu überbrücken. Und brach schließlich auf – jeder mit nur einem Rucksack als Gepäck. „Wir brauchen nicht viel, der Rest findet sich“, blickt Dietrich gelassen in die Zukunft.

Und wie soll die aussehen? „Wir bleiben bis zum 15. Februar hier, dann reisen wir über Dubai nach Thailand“, berichtet er. Das Ziel Australien behält das Paar aber im Blick. Und sobald es die Regelungen zulassen, wollen die beiden weiterreisen nach Down Under. Zum Ziel ihrer Träume.

Wer wissen will, wie die Auszeit von Torben Dietrich weitergeht: Die NB veröffentlicht in den kommenden Wochen in loser Folge die Reiseerlebnisse des Journalisten.

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