Basketballer klettern auf einen Playoff-Platz | Neue Braunschweiger
12. Dezember 2020
Sport

Basketballer klettern auf einen Playoff-Platz

Die Löwen feiern drei Siege in Folge – Kostja Mushidi wird krankheitsbedingt länger ausfallen

Treffsicher von der Linie: 13 seiner 19 Punkte gegen Gießen erzielte Karim Jallow mit Freiwürfen. Foto: Simka/regios24

Braunschweig. Stimmungsaufheller an grauen Herbsttagen gefällig? Braunschweigs Basketball-Fans genügt derzeit ein Blick auf die Bundesliga-Tabelle. Mit drei Erfolgen aus den ersten fünf Saisonpartien rangieren die Löwen dort momentan auf Playoff-Rang acht. Am Sonntag (15 Uhr/live bei Magenta-Sport) besucht nun medi Bayreuth die Volkswagenhalle.

Grund für den guten Saisonstart ist die Positivserie, die von den Braunschweigern nach zwei Niederlagen zum Auftakt gestartet wurde. Nach dem Sieg über Rasta Vechta – noch vor der Länderspielpause vor zwei Wochen – kamen am vergangenen Sonntag und Dienstag zwei weitere Erfolgserlebnisse hinzu. Zunächst gewannen die Löwen in Würzburg (93:89 nach Verlängerung), am Dienstagabend dann bezwangen sie in der erneut leeren VW-Halle die Gießen 46ers (93:85).

„Meine junge Mannschaft gibt immer alles, zeigt immer Herz“, war Trainer Pete Strobl nach der Gießen-Partie stolz auf seine Truppe, die sich in den Schlussminuten entscheidend vom Gegner abgesetzt hatte – und das ganz ohne ihren drittbesten Punktesammler Kostja Mushidi, der schon in Würzburg gefehlt hatte. Der 22-jährige Shooting Guard wird wegen einer Krankheit auch in den kommenden Wochen nicht mitwirken, gab der Verein am Dienstag bekannt.

Entscheidend gegen Gießen war neben dem wie immer leidenschaftlich und physisch zu Werke gehenden Nationalspieler Karim Jallow (19 Punke, 12 Rebounds, 7 Assists) insbesondere US-Guard Bryon Allen (18 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists), der mit neun Zählern in den letzten vier Minuten den Deckel zumachte. „Wir glauben daran, dass wir an einem guten Tag jedes Team in der Liga schlagen können“, sagte der mit 28 Jahren älteste Löwe im Anschluss bei Magenta-Sport mit dem Selbstbewusstsein eines Siegers.

Der momentane Playoff-Platz der Löwen sollte jedoch nicht überbewertet werden. Die Erfolge kamen gegen drei Teams zustande, die gemeinsam eine 1:11-Bilanz aufweisen. Zwei Siege mehr hat der nächste Gegner Bayreuth eingefahren. Die Mannschaft des ehemaligen Braunschweiger Trainergespanns Raoul Korner und Lars Masell steht mit dieser Ausbeute punktgleich mit dem Strobl-Team auf Tabellenplatz neun.
Die Aufgabe dürfte am Sonntag also noch ein bisschen schwieriger werden – die Stimmung nach einem weiteren Sieg aber dafür umso besser.

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