Berggreen und Khelifi sichern den Sieg

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht gewinnt 2:0 beim SV Sandhausen – Lieberknecht-Elf vorerst auf Rang vier.

Zweikampf zwischen Eintrachts Salim Khelifi (l.) und Leart Paqarada (Sandhausen). Foto: Eibner

Von Elmar von Cramon, 11.12.2015.

Braunschweig. Mit einem 2:0-Erfolg beim SV Sandhausen hat Eintracht sein letztes Liga-Auswärtsspiel im Jahr 2015 erfolgreich beendet. Durch Treffer von Emil Berggreen (47.) und Salim Khelifi (78.) sicherte sich die Mannschaft von Torsten Lieberknecht die drei Punkte und rückt vorerst auf den vierten Tabellenrang vor.

Von Beginn an zeigten sich die Löwen wesentlich engagierter als noch zu Wochenbeginn beim 0:1 in Düsseldorf. Die erste gefährliche Szene musste jedoch Rafal Gikiewicz entschärfen, der eine Flanke von Leart Paqarada aus dem Strafraum boxte (2.). Anschließend klärte Emil Berggreen gegen Aziz Bouhaddouz (3.), bevor Gerrit Holtmann aufseiten Eintrachts mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Tor der Kurpfälzer verfehlte (5.).
Die Blau-Gelben spielten in der Anfangsphase munter nach vorn: Emil Berggreen konnte den Ball frei vor SVS-Keeper Marco Knaller jedoch nicht verwerten (11.), während Salim Khelifi einen Konter nach schöner Holtmann-Vorarbeit zu überhastet abschloss (12.). Auch der Freistoß von Nik Omladic flog am Tor vorbei (15.), ebenso der nächste Versuch von der Strafraumgrenze, diesmal von Ken Reichel (25.)
Nach einer guten halben Stunde drehten dann die Gastgeber auf: Zunächst parierte Gikiewicz einen Kopfball von Aziz Bouhaddouz (31.), anschließend setzte Philipp Klingmann auf rechts zu einer Flanke an, die sich leicht abgefälscht auf die Querlatte des Eintracht-Gehäuses senkte (32.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit legten die Blau-Gelben dann einen Blitzstart hin: Patrick Schönfeld setzte Reichel an der linken Strafraumgrenze in Szene, dessen Pass Berggreen im Fünfmeterraum nach nur 120 gespielten Sekunden zur Führung ins Tor bugsierte (47.).
Sandhausen versuchte über lange Bälle zum Erfolg zu kommen, doch der weit aus seinem Tor geeilte Gikiewicz zeigte sich auf dem Posten; Andrew Wooten setzte den Nachschuss rechts neben das Tor (53.). Auf der Gegenseite hielt Knaller einen Omladic-Freistoß sicher fest (55.), bevor Gikiewicz erneut seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte und aus kurzer Distanz glänzend gegen Bouhaddouz parierte (62.).
Die Gastgeber konnten sich gegen die sicher postierte Eintracht-Defensive nicht entscheidend durchsetzen, allerdings hatte Dennis Linsmayer nach einem abgefälschten Freistoß die Riesenchance zum Ausgleich, jagte das Leder aus kurzer Distanz jedoch in die Wolken (76.).
Kurios dann der zweite Eintracht-Treffer: Bouhaddouz lag nach einem Zweikampf in der Braunschweiger Hälfte am Boden, als die SVS-Abwehr in Erwartung einer Unterbrechung aufhörte zu spielen. Just als Bouhaddouz sich wieder erhob, bediente Schönfeld den durchgebrochenen Khelifi, der Knaller umkurvte und zum 2:0 einschob (78.). Danach folgten minutenlang wütende Proteste der Gastgeber, die den Löwen mangelndes Fairplay vorwarfen. In den Schlussminuten hatte Eintracht die Partie sicher im Griff und ging verdient als Sieger vom Platz.
Mannschaft: Gikiewicz – Reichel, Baffo, Decarli, Correia – Boland – Schönfeld, Omladic (68. Ofosu-Ayeh) – Holtmann, Khelifi (80. Zuck)- Berggreen (82. Hochscheidt).

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