17. Oktober 2015
Sportliches

Berlin am Ende Paroli geboten

Basketball-Bundesliga: Löwen verlieren bei Alba mit 72:83 (31:45).

Auch 22 Punkte von Löwen-Topscorer Keaton Grant (links) reichten nicht zum Sieg in Berlin. Foto (Archiv): Hübner

Von Christoph Matthies, 17.10.2015.

Braunschweig. Im ersten Spiel ihrer dreiwöchigen Auswärtstour verließen die Löwen-Basketballer am Samstagabend ohne Punkte die Berliner Mercedes-Benz-Arena. Dank eines starken Schlussviertels hatten die Gäste beim 72:83 (31:45) gegen Alba aber immerhin nochmal am Sieg geschnuppert.

Es dauerte fast zweieinhalb Minuten, bis Keaton Grant den ersten Braunschweiger Punkt an der Freiwurflinie erzielte. 8:1 stand es da bereits für die Berliner, die defensiv erwartet viel Druck ausübten und offensiv vor allem an der Dreierlinie glänzten. Mitte des ersten Viertels erhöhte Alba-Aufbau Will Cherry von der linken Seitenlinie per Dreier auf 15:5.

Auch die Löwen steigerten nun den defensiven Druck, holten auch mal die Presse raus. Punkte vom gut aufgelegten Josh Gasser, Amin Stevens und dem athletisch zum Korb ziehenden Grant (Topscorer mit 22 Punkten) verkürzten auf 12:17, doch die „Albatrosse“ fingen sich. Besonders Dragan Milosavljevic (19 Punkte) zeigte nun die von Löwen-Trainer Korner gefürchtete Vielseitigkeit im Angriff. 27:14 stand es nach dem ersten Viertel.

„Wir dürfen nicht den Kopf verlieren“, hatte Korner vor der Partie das Rezept ausgegeben, um gegen den Berliner Druck zu bestehen. Das in den bisherigen drei Partien gepriesene Teamplay der Löwen ging nun allerdings ein bisschen verloren, die Gäste punkteten zunächst nur noch an der Freiwurflinie oder nach Einzelaktionen. Als Gasser in der 17. Minute beherzt zum Korb zog und per Korbleger vollendete, stand es schon 40:24 für Berlin. Zur Halbzeitpause hatte Alba nicht nur eine deutliche Rebound-Überlegenheit (21:12), sondern auch eine 14-Punkte-Führung.

An diesem Rückstand der Braunschweiger änderte sich auch in den ersten zehn Minuten nach der Pause nichts, so dass die Löwen mit einer schweren Hypothek ins Schlussviertel gingen (50:64). Dass so ein Rückstand durchaus aufzuholen ist, hatten die Löwen am Wochenende zuvor gegen Ludwigsburg allerdings am eigenen Leibe bitter erleben müssen. Und so kämpften sie sich leidenschaftlich an den Gegner heran.

Nach einem Dreier von Gasser in der 33. Minute war der Rückstand nur noch einstellig (59:67), und jetzt gelangen den Löwen wichtige defensive Plays: Die nächsten fünf Gästezähler erzielte Grant nach eigenem Steal und nach einem starken Block von Kenny Frease – und die Löwen waren Mitte des letzten Viertels plötzlich bis auf 65:69 am Eurocup-Teilnehmer dran.
Bis auf neun Punkte zog Berlin wieder davon, und erneut konterten die Löwen. Ein Dreier von Point Guard Needham und ein Mitteldistanztreffer von Center Frease, und beim Stand von 72:76 (38.) schien wieder alles offen.

Die Berliner wollten nun die Entscheidung, und es war der starke Dragan Milosavljevic, der 75 Sekunden vor Schluss den Löwen von „Downtown“ den letzten Sargnagel verpasste. Nach seinem 79:72 gelang dem Korner-Team keine Antwort mehr.

Für die Löwen punkteten: Grant 22, Needham 20, Gasser 13, Nash 6, Stevens 6, Frease 4, Theis 1.

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