Besonderer Gruß in St. Martini: "Brunswiek Charlie" | Neue Braunschweiger
16. Februar 2015
Politisches

Besonderer Gruß in St. Martini: „Brunswiek Charlie“

Pastor Friedhelm Meiners hielt eine kämpferische Predigt in St. Martini.

„Es muss weiter gehen, was denn sonst?“ Friedhelm Meiners, Pastor an St. Martini, hielt eine kämpferische Predigt am Rosenmontag. Von Ingeborg Obi-Preuß, 16. Februar 2015.

„Was hatte ich mich gefreut“, begrüßte der Pastor die Närrinnen und Narren in seinem Kirchenschiff, „auf den lustigsten und fröhlichsten Gottesdienst im Jahr.“ Aber – „es wird anders heute“, fügte er an. Nach der Terrorwarnung und der Absage des Schoduvels am Sonntag sei nichts mehr wie vorher. „Wir wollen unsere Wut vor Gott bringen“, sagte Meiners, „aber auch unseren Dank, dass nicht wirklich Menschen zu Schaden kamen.“
„Sicher, ihr habt den Zug abgesagt“, fuhr er fort, „aber das ist keine Niederlage. Denn uns sind Menschenleben noch immer das Wichtigste“, fügte er an.
Eigentlich habe er über den Papst lästern wollen, verriet Meiners launig, über Sätze aus der Ecke „ein paar Schläge haben noch keinem Kind geschadet“, erzählte er.
„Ja, wir dürfen uns lustig machen über Religion“, sagte Meiners, das halte Religion aus, auch der Islam halte das aus. Der Blasphemie-Paragraph gehöre abgeschafft. Dann rief er „seine“ Narren zum besonderen Karnevalsgruß im Kirchenschiff auf: „Brunswiek Charlie“ donnerte es durch St. Martini.

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