Besuch im Weihnachtswunderhaus | Neue Braunschweiger
6. Dezember 2019
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Besuch im Weihnachtswunderhaus

Gaby und Eddy Grandt lassen es jedes Jahr leuchten und freuen sich über Zaungäste

Gaby und Eddy Grandt vor ihrem Weihnachtshaus in der Friedrich-Voigtländer-Straße. Fotos: Marion Korth

Gliesmarode. Besucher aus der Innenstadt können sich die Suche nach der Adresse Friedrich-Voigtländer-Straße 17 a getrost sparen. „Hinter der Polizei links“ reicht als Wegbeschreibung völlig aus. Der Rest des Weges ist – wie soll man es anders ausdrücken – bestens ausgeleuchtet.

Wo der Tannenbaum an der Straßenecke strahlt, ist das Weihnachtshaus von Gaby und Eddy Grandt nicht mehr weit. Hier funkelt und leuchtet es aus allen Ecken, Leuchtpunkte huschen übers Pflaster, aus Eiszapfen tropft das Licht.
Dieses Haus ist der Hammer! Jedes Jahr wieder. Gaby und Eddy Grandt freuen sich über Zaungäste. Bis zum 26. Dezember erhellt ihr „Weihnachtswunderhaus“ die Nacht, täglich von 16.15 Uhr bis 21.30 Uhr haben sie alle Lichter eingeschaltet.

Jetzt aber schnell: Ein Schneemann fährt im Schlitten übers Garagendach.

Die dunkle Jahreszeit ist in der Friedrich-Voigtländer-Straße 17 a kürzer als anderswo in Braunschweig. Im Januar reibt sich Gaby Grandt erstaunt die Augen: „Dann finde ich die Haustür nicht mehr.“ Auf einmal ist es so dunkel …
Bis dahin aber lassen sie und ihr Mann Eddy es überall glitzern und leuchten. 100 000 Lichter am und ums Haus – „Das ist für uns Weihnachten“, sagen die beiden.

Gaby und Eddy Grandt (links) mögen es gern ein bisschen bunter. Sie freuen sich über ihre nette Nachbarschaft, die das Ganze mitmacht und nicht meckert…

Sie freuen sich, wenn eine Gruppe aus dem nahen Kindergarten vorbeikommt oder eine Familie aus der Nachbarschaft das Weihnachtshaus bestaunt. „Aussteigen erlaubt!“, sagt Gaby Grandt. Niemand müsse verschämt ein Handyfoto aus dem Autofenster machen. Vor dem Haus ist sogar ein bisschen Platz zum Parken.

Die staunenden Besucher entschädigen für alle Mühen, denn eine Woche dauert der komplette Aufbau der weihnachtlichen Lightshow. Und jedes Jahr bangen die beiden, ob der Lichtschlauch einmal bis zum Giebel und zurück das Jahr ohne Schäden überlebt hat. Um ihn anzubringen, musste ein Hubwagen in den Vorgarten fahren. Die Grandts haben ein paar Büsche ausgegraben, bis der Weg frei war. Dieses Manöver wollen sie nicht wiederholen. Ein Kurzschluss im Lichterschlauch wäre wohl das Ende des Weihnachtshauses. Die Grandts waren ohnehin schon kurz davor, mit dieser lieben Gewohnheit zu brechen. Aber dann denken sie an die Kinder, die mit leuchtenden Augen am Gartenzaun stehen oder an die Jugendlichen, die das Haus als Selfie Hotspot entdeckt haben, und holen Lichterketten und Leuchtfiguren doch wieder heraus.

Schöne Bescherung: Der Weihnachtsmann weist persönlich den Weg zum Hauseingang..

Mit der Klimabilanz sieht es dank LED-Leuchten besser aus als früher, 2500 Kilowattstunden gehen trotzdem drauf. „Ökostrom“, sagt Eddy Grandt. Das funkelnde Weihnachtshaus ist ihr Geschenk an Braunschweig. Es fällt auf, dass es in der Stadt immer weniger leuchtet. Selbst schenken sich die Eheleute übrigens nichts und feiern ganz gemütlich mit Freunden und Raclette-Essen.

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