Bienen blühen in Braunschweig auf | Neue Braunschweiger
1. Juli 2020
Umwelt

Bienen blühen in Braunschweig auf

Gemeinsames Artenschutzprojekt von BUND und Stadt zeigt großen Nutzen bei geringen Kosten

Hummeln und Wildbienen fliegen auf heimische Wildkräuter. Ihre Zahl stieg nachweislich. Fotos: Marion Korth

Viewegsgarten-Bebelhof. „Ohne Sie hätten wir das nicht geschafft.“ Axel Ebeler, stellvertretender BUND-Landesvorsitzender, dankte der Stadt Braunschweig und ihrem Umweltdezernten Holger Herlitschke für die Zusammenarbeit. Die trägt keine Früchte, sondern lauter Blüten.

Die UN hat den BUND für dessen Projekt „Ökologische Nische Friedhof“ ausgezeichnet. Braunschweig hat daran maßgeblichen Anteil und auf 400 Quadratmetern Rasenfläche Platz für heimische Wildpflanzen geschaffen und bienenfreundliche Bäume und Sträucher gepflanzt.

Weitere Blumenwiesen, beispielsweise in Rautheim, werden folgen. „Seit dem Start vor gut zwei Jahren ist der Wildbienenbestand im Bereich des Stadtfriedhofes mit seiner Vielfalt von Flora und Fauna auf kleinstem Raum signifikant gewachsen“, sagte Herlitschke. Die Gärtner haben sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt, können nun Fragen beantworten und Tipps für Privatgärten geben, denn Nachahmung ist erwünscht.

Axel Ebeler (BUND) und Umweltdezernent Holger Herlitschke (r.) pflanzen auf dem Hauptfriedhof symbolisch eine Sommerlinde.

Wie viel mit vergleichsweise wenig Aufwand zu erreichen ist, zeigte die Zählung von Biologe Jakob Grabow-Klucken. Die in Niedersachsen vom Aussterben bedrohte Dichtpunktierte Goldfurchenbiene fand er in Braunschweig, außerdem Zwergharzbiene oder Luzerne-Sägehornbiene. Von den 121 Wildbienenarten, die an vier Projektstandorten festgestellt wurden, leben 65 in Braunschweig.

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