25. Juni 2022
Buntes

Bio-Zitronen und ganz viel Liebe

Eismacher mit Entertainerqualitäten • Jörg Borkowski und seine Eismanufaktur im Medienhaus

Zitronen-Sorbet oder doch lieber Schmand-Salzkaramell? Jörg Borkowski und seine Eismanufaktur versüßten den Mitarbeitenden im BZV-Medienhaus nach der coronabedingten Homeoffice-Zeit den Neustart. Foto: Marion Korth

Innenstadt. Sorbet von weißem Pfirsich oder doch lieber das Salz-Karamell-Schmandeis? Schwierige Frage. Die Klassiker, Schoko, Vanille und Zitrone, gibt’s auch. Aus Bio-Zitronen mit eigenen Händen und viel Liebe hergestellt. Für die leicht bittere, aber gleichzeitig so erfrischende Note sorgt hauchfeiner Schalenabrieb. Die Zitronen bezieht Jörg Borkowski direkt aus Mallorca, verrät er.

Dem Eismann kommen nur beste Zutaten und ganz viele Früchte („65 Prozent Fruchtanteil“) in die (Waffel-) Tüte oder den Becher. Dafür ist die Wolfenbütteler Eismanufaktur längst nicht mehr nur in der Lessingstadt bekannt.

„Lauter nette Leute“

Mit seinem Eiswagen, der eigentlich ein „Eisanhänger“ ist, schaut Jörg Borkowski heute in der Löwenstadt vorbei. Millimeterarbeit ist gefragt, um die mintblaue Sonderanfertigung inklusive Theke und Kühlung durch die Doppeltür in den Serviceshop des BZV-Medienhauses zu bugsieren.
Das coronabedingte Homeoffice ist abgehakt, zum Auftakt der „Welcome back“-Aktionen im Juni wollen Geschäftsführerin, Verlagsleitung und Chefredaktion den Mitarbeitenden den Neustart versüßen. Eine prima Idee, finden alle und holen sich ihre Gratis-Portion ab. Alle haben gute Laune, das merkt auch Borkowski gleich: „Das macht heute Spaß bei Euch, lauter nette Leute.“

Borkowski ist Eismacher mit Entertainerqualitäten, kommt mit allen schnell ins Gespräch. Ach ja, Malermeister ist er obendrein. Mit eigenem Betrieb und etlichen Mitarbeitern.
Wie er das schafft? Seine Arbeitstage sind eben ein bisschen länger als die anderer Leute. 14 bis 16 Stunden, ab drei Uhr in der Frühe widmet er sich oft schon wieder der Eisfabrikation. Auch hierbei ist der Malermeister Mann vom Fach, hat die handwerkliche Eismacherei wie ein Konditor in einer Fachschule gelernt. „Nicht nur in Youtube-Filmchen“, sagt er und lacht.

Malerbetrieb und Eisdiele

Seine Frau Christine steht nicht nur voll hinter ihm. Sie packt mit an, hat ihren Job aufgegeben und ist Ideengeberin der ersten Stunde. Weil die beiden einfach nicht ihr Lieblingseis gefunden haben, entschlossen sie sich, es selbst herzustellen und eröffneten in Wolfenbüttel schließlich ihre eigene Eisdiele.

Die Kreationen der Manufaktur kommen an. Das Wort „Geschmackserlebnis“ trifft es in diesem Fall. Da werden weder Kosten noch Mühen gespart. Keine Selbstverständlichkeit bei den Preisen für Früchte und Milchprodukte.
Nach drei Stunden ist Schluss. Das Eis ist so gut wie aus. Jörg Borkowski kratzt noch ein bisschen zusammen, eine letzte Waffel voller Zitronensorbet.
Mmhh lecker …

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