Blau-Gelb krallt sich Tabellenspitze | Neue Braunschweiger
24. Juni 2020
Sport

Blau-Gelb krallt sich Tabellenspitze

Antwerpen-Elf punktet mit Effizienz und Glück – Nkansah und Biankadi erfolgreich

Eintracht Braunschweigs Steffen Nkansah (vorne) jubelt nach dem Tor zum 0:1. Foto: imago images/Karina Hessland

Braunschweig/Chemnitz. Mit einem 2:1-Auswärtssieg beim Chemnitzer FC haben die Löwen die Drittliga-Tabellenführung erobert.

Steffen Nkansah (8.) und Merveille Biankadi (37.) brachten die Löwen mit 2:0 in Front, bevor Niklas Hohenender (69.) mit dem Anschlusstreffer eine nervenaufreibende Schlussphase einleitete, in der die Sachsen ihre Möglichkeiten aber nicht nutzen konnten und die Elf von Marco Antwerpen mit Effizienz und Glück zu einem dreifachen Punktgewinn kam.

„Wir haben gewonnen, also kann man davon ausgehen, dass der Matchplan aufgegangen ist“, zeigte sich der Eintracht-Coach nach der Partie mit dem Ergebnis zufrieden. Auch Torschütze Nkansah war nach Abpfiff glücklich: „Es war sehr knapp, der Gegner hat gut gespielt, während wir brutal effektiv waren.“

Der Abwehrmann hatte mit einem mustergültigen Kopfball nach Freistoß von Martin Kobylanski die Führung für die Braunschweiger erzielt (8.), von der sich die Hausherren aber nicht beeindrucken ließen, und Philipp Hosiner den Ball mit einem fulminanten Direktabnahme gegen den Pfosten jagte(10.).

Die Hausherren zeigten sich vom Rückstand zwar unbeeindruckt, doch schließlich schlugen die Löwen erneut blitzschnell zu. Marvin Pourié und Manuel Schwenk behaupteten sich an der Strafraumgrenze im Zweikampf und leiteten zu Biankadi weiter, der aus halblinker Position im Strafraum trocken vollendet(37.).

Chemnitz blieb gefährlich: Zunächst köpfte Tarsis Bonga den Ball nur knapp am kurzen Pfosten vorbei(40.), bevor Sören Reddemann nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus die Riesenchance zum Anschlusstreffer vergab (42.).

Nach dem Wechsel blieb die Heimelf erwartungsgemäß im Vorwärtsgang. Zunächst wurde ein Versuch von Dejan Bozic durch Wiebe geblockt (50.), bevor Engelhardt den Anschlussversuch von Tobias Müller über den Querbalken lenkte (51.) und schließlich erneut Reddemann in aussichtsreicher Position an den Ball kam, jedoch kläglich verzog(54.).

Den Braunschweiger Kontern fehlte es an Präzision, um die Vorentscheidung herbeizuführen, während auf der Gegenseite immer wieder Bonga für Gefahr sorgte und Hoheneder schließlich den Anschlusstreffer auflegte und dieser den Ball von der Strafraumgrenze aus unter die Querlatte hämmerte (69.). Nur kurze Zeit später konnte sich Engelhardt dann wieder auszeichnen, als er Erik Talligs Distanzschuss mit einer Glanzparade parierte (70.).

Die Schlussphase geriet zur Nervenschlacht, da die Braunschweiger gegen die anrennenden Hausherren kaum noch für Entlastung sorgen konnten. Kurz vor dem Ende wurde Hosiner erneut von Wiebe geblockt, bevor Pourié die einzig nennenswerte Löwenchance per Kopf vergab (90.+2).

Fast mit dem Schlusspfiff vergab Hoheneder die größte CFC-Chance, als er aus kurzer Distanz eine Etage zu hoch zielte, und die Löwen den Platz somit als Sieger verlassen konnten.

Mannschaft: Engelhardt (1,5) – Nkansah (2,5), Fürstner (3), Wiebe (2) – Schlüter (3,5), Pfitzner(3), Putaro (3,5) – Kobylanski (3) – Schwenk (3), Pourié (3,5), Biankadi (3).

Eingewechselt: 59. Bär (3,5) für Schwenk; 72. Kessel (-) und Kammerbauer (-) für Pfitzner und Fürstner; 79. Becker (-) und Y. Otto (-) für Schlüter und Putaro.

Tore: 0:1 (8.) Nkansah (Vorarbeit Kobylanski); 0:2 (37.) Biankadi (Schwenk); 1:2 (69.) Hoheneder

Zuschauer:

Gelbe Karten: Wiebe, Schlüter, Becker (10./gesperrt), Pourié.

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