12. Februar 2022
Sport

Bloß kein früher Rückstand

Eintrachts Defensive schwächelte zuletzt – Gegen Freiburg muss der Trainer umstellen

Philipp Strompf wird heute höchstwahrscheinlich den gesperrten Brian Behrendt ersetzten. Hinter dem Einsatz von Torhüter Jasmin Fejzic stand Mitte der Woche noch ein großes Fragezeichen. Foto: Darius Simka/regios24

Braunschweig (red). Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig erwartet am Samstag (14 Uhr) die U23 des SC Freiburg zum Heimspiel im Eintracht-Stadion. Die Partie wird im NDR und SWR übertragen.

Trainer Michael Schiele rechnet mit einem starken Gegner aus dem Südwesten: „Sie haben eine unheimliche Dynamik und eine Menge Spielwitz in ihrer Art, Fußball zu spielen. Wir wissen auch, dass sie ein paar Schwächen haben. Trotzdem müssen wir uns wie immer auf einiges gefasst machen und viele Widerstände bekämpfen. Man muss außerdem immer damit rechnen, dass Akteure aus dem Bundesligakader dabei sind. In der Hinrunde war es Torwart Benjamin Uphoff, der zwischen den Pfosten stand. Wir nehmen es, wie es kommt. Viele der Jungs könnten in wenigen Monaten in die erste Mannschaft nachrücken. Mit Vincent Vermeij haben sie einen Führungsspieler und Stürmer, gegen den wir viele Zweikämpfe in der Luft bestreiten müssen. Da ist er brutal. Wenn er nicht startet, wird er von den anderen qualitativ ersetzt.“
Schiele selbst muss infolge des 2:2 bei 1860 München umstellen. Stamm-Innenverteidiger Brian Behrendt ist nach seiner gelb-roten Karte gegen die Breisgauer gesperrt.

„Iba May fällt nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk ebenfalls aus. Jasmin Fejzic hat heute noch individuell trainiert und wird morgen wieder auf dem Platz stehen. Mit seinen 35 Jahren hat er viel Erfahrung, sodass ich denke, dass er weiß, wie es nach einem Belastungstest aussieht. Da bin ich aber sehr zuversichtlich. Sonst hat Luc Ihorst aktuell kleinere Blessuren, da warten wir ab, wie sich das mit Blick auf Samstag entwickelt.“

Fejzics möglicher Ausfall beschäftigt den 43 Jahre alten Chefcoach der Löwen noch, doch ein Nachrücker stünde in Person von Yannik Bangsow bereit. „Yannik macht einen sehr guten Eindruck und ist klar im Kopf. Er kann sich fußballerisch einbringen und ist auf der Linie präsent. In Eins-gegen-eins-Situationen kann er auch überzeugen. Mit ihm zwischen den Pfosten würde ich mir auch keine Sorgen machen. Wir haben ihn vorbereitet und er ist selber fokussiert, falls er spielt. Wenn du in einem Punktspiel nach längerer Zeit von Anfang an aufläufst, wird natürlich auch ein wenig Nervosität dabei sein. Da würde ihn die Mannschaft aber mittragen.“

Auch die Behrendt-Lücke gilt es zu füllen. Hier läuft vieles auf die Hereinnahme von Philipp Strompf heraus, der zuletzt schon häufiger in der Startelf stand. Schiele sagt: „Er hat in den letzten Wochen einige Partien gemacht und sich dabei stetig weiterentwickelt, das fordern wir auch von ihm. Er hat im Moment die Nase ganz weit vorne, um Behrendt zu ersetzen. Mit ihm werden wir eine Viererkette spielen, es gibt aber auch andere Optionen. Auch Jannis Nikolaou und Danilo Wiebe sind in der Abwehrreihe möglich. Wir können zudem wieder auf Niko Kijewski zurückgreifen. Von daher sind wir variabel, aber es deutet einiges auf Philipp hin.“

Doch wer auch spielt, Eintracht muss versuchen, nicht mehr so früh in Rückstand zu geraten wie in den vergangenen drei Partien. Schiele sagt klar: „Wir haben es schon angesprochen, die Mannschaft weiß Bescheid. Es ist in München und gegen Verl eine Fehlerkette vorausgegangen, bei der wir die Situation früher hätten bereinigen können. Da müssen wir in den Zweikämpfen und der Verteidigung vor dem eigenen Tor konsequenter und bedingungsloser werden. Im Spiel gegen 1860 München und in Zwickau haben wir vor dem Gegentreffer selbst Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Wir hoffen, dass es mal wieder andersrum läuft, der Instinkt zurückkehrt und dann wissen wir auch, was wir können.“

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