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„Blut, Schweiß, Tränen“ ­– und Erfolg

20 Jahre Kultur im Zelt. Eine der erfolgreichsten Veranstaltungsreihen hat Geburtstag

Beate Wiedemann und Silke Behrens. Foto: Ingeborg Obi-Preuß

Innenstadt. „Ich kaufe schon mal Karten, auch wenn ich die Künstler gar nicht kenne, im Zelt ist es sowieso schön“ – so eine Aussage im Vorverkauf macht Beate Wiedemann glücklich.

„Davon haben wir immer geträumt“, sagt die Kulturzelt-Chefin, „dass die Menschen ein Grundvertrauen zu uns haben und einfach kommen, weil sie sich wohl fühlen.“ Und das tun sie offensichtlich.
20 Jahre Kultur im Zelt, eine Erfolgsgeschichte.

Allerdings eine mit „Blut, Schweiß und Tränen“ wie die Zeltchefin betont.
„Im ersten Jahr hatten wir 7000 Besucher an zehn Tagen, am ersten Abend mit meiner Lieblingsband Malediva standen knapp 80 Menschen in dem riesigen Zelt, damals noch im Kennelbad, es war für alle furchtbar“, erinnert sich Wiedemann.

Doch „die Mädels“ haben gelernt. Beate Wiedemann und Silke Behrens haben sich durchgebissen, Fehler gemacht, sind hingefallen, haben dazu gelernt und sind wieder aufgestanden. Kampfgeist kann den beiden Frauen ganz sicher nicht abgesprochen werden. Eine Eigenschaft, die anderen auch mal auf die Nerven gehen kann.
„Wir sind auch mal schwierig“, räumt Wiedemann ein, „aber es gibt das eine eben nicht ohne das andere, wir sind wie wir sind.“

In diesem Zusammenhang lobt sie die Kontakte zur Stadt. „Alle, die mit unseren Genehmigungen zu tun haben, sind wunderbar. Wir lieben zum Beispiel Frau Güttler und das Stadtgrün, und auch die Hilfe von BS/Netz war großartig.“
Überhaupt funktioniert das Ganze nur in einem bemerkenswerten Team. Mehr als 2000 Vereinsmitglieder stärken den Rücken, „Saisonarbeiter“ geben ihr Bestes. „Und ohne unsere Sponsoren würde es schon gar nicht gehen“, sagt Wiedemann, „allen voran die Öffentliche Versicherung.“

Im 20. Jahr läuft Kultur im Zelt „wie geschnitten Brot“, erwartet werden 44 000 Besucher.
Aber es gibt noch Tickets. „Der Mythos: Ist doch sowieso ausverkauft, ist falsch“, betont Wiedemann, „wir geben für alle Veranstaltungen Karten in den Verkauf. Selbst für Götz Alsmann gab es bis 14 Tage vor dem Konzert freie Plätze.“

Apropos Götz Alsmann: Der Kulturzelt-Dauergast bedankte sich bei seinem Konzert am Dienstag fast auf den Knien für das freundliche Ambiente in Braunschweig. „Der Auftritt hier ist immer der Höhepunkt in unserem Konzertjahr, und das schon im September“, sagte er auf der Bühne. Für die „Macherinnen“ ein großes Lob. Zufriedene Künstler, glückliche Gäste ­– eine Erfolgsgeschichte.

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