Boom-Sport nimmt Fahrt auf

FIFA 20: eFootball-Stadtmeisterschaft am 14. Dezember im BZV-Medienhaus

eFootball liegt voll im Trend, wie die diesjährige Gamescom in Köln bewies. Dort wurde auch die aktuelle Version – FIFA 20 – vorgestellt, die auch bei den Stadtmeisterschaften im Dezember gespielt wird. Foto: Imago

Innenstadt. Dribbeln, passen, schießen und bei Toren jubeln – das alles machen Millionen von Spielern zu Hause an ihren Spielekonsolen. Nun soll der virtuelle Fußball, der 2019 einen regelrechten Boom in Deutschland erlebte, weiter professionalisiert werden.

Fans können sich einen wichtigen Termin schon einmal vormerken: Am 14. Dezember, 14 Uhr, findet im BZV-Medienhaus die Stadtmeisterschaft statt.

Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) ist fest entschlossen, dem Sport eine größere Plattform zu geben. Zu Beginn des Jahres wurde der 1. eFootball-Cup mit 64 Vereinen in Barsinghausen ausgespielt. Es wurden eFootball-Ratgeber für Vereine konzipiert sowie eFootball-Beauftragte in allen NFV-Kreisen ernannt. Jetzt folgen die Vorbereitungen für die offizielle eFootball-Niedersachsenmeisterschaft 2020 in Hannover.

eFootball ist ein sportlicher Wettkampf mit Spielekonsolen. Er kann allein oder als Mannschaftssport gespielt werden. Foto: Imago

Bis Ende 2019 sollen in allen 33 NFV-Kreisen – von der Nordseeküste bis zum Harz – eFootball-Kreismeisterschaften nach einheitlichen Standards ausgetragen werden. Die besten Teams qualifizieren sich schließlich für die 2. eFootball-Niedersachsenmeisterschaft, die im Januar 2020 in der Landeshauptstadt Hannover stattfinden wird. Auch die Stadtmeisterschaften am 14. Dezember im BZV Medienhaus sind eine Vorbereitung auf das große Event im kommenden Jahr: Wer hier gewinnt, nimmt teil.

„Teil der Jugendkultur“

„eFootball ist längst fester Bestandteil der Jugendkultur und ein allgegenwärtiger Markt voller Möglichkeiten – mit großem Potenzial für alle Beteiligten. Wir sind überzeugt, dass er als Ergänzung zum ‚echten‘ Fußball eine Zukunft im Verein hat“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath. Für die Amateurvereine könne eFootball eine Chance sein, neue Mitglieder anzusprechen – oder zu halten. „Die Nachfrage nach einem digitalen Angebot in unserem Sport ist auffällig hoch, vor allem von den aktiven Fußballerinnen und Fußballern selbst. Diesem Interesse wollen wir mit einem Angebot gerecht werden.“

Vereine ziehen nach

Auch Profi-Fußballvereine haben den Trend längst erkannt: Der VfL Wolfsburg betreibt seit 2015 als erster deutscher Klub eine eigene E-Sport-Abteilung. Viele Vereine der 1. und 2. Fußball-Bundesliga haben nachgezogen. Am professionellsten macht es der FC Schalke 04. Für die „Knappen“ wird nicht nur bei der Fußballsimulation „FIFA“ gezockt, sondern auch ein bekanntes „League of Legends”-Team ist im Einsatz für die „Königsblauen“.
Nun sollen auch kleinere Vereine für den elektronischen Sport motiviert werden. Für die eFootball-Stadtmeisterschaft kann jeder Verein bis zu zwei 2er-Teams melden. Das Teilnehmeralter der Spieler ist auf mindestens 18 Jahre begrenzt. Zudem muss ein Spieler jedes Teams registriertes Mitglied im meldenden Verein sein und einen aktiven NFV-Spielerpass besitzen. Das Turnier wird in dem Spiel FIFA auf der PlayStation 4 (PS4) im „2 gegen 2“-Anstoß-Modus gespielt. Das Teilnehmerfeld wird mit 32 Mannschaften geplant.

Anmeldungen werden ausschließlich von den Vereinen (nicht von Spielern selbst) und nur per Nachricht über das DFBnet-Postfach an nadine.berkhan@nfv.evpost.de angenommen. Anmeldeschluss ist der 30. November.
Alle Informationen unter www.nfvkreis-braunschweig.de.

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