Braunschweig: Strahlende Siegerin

Fast 2379 Sonnenstunden im vergangenen Jahr ­ – NB blickt zurück auf das Rekordjahr 2018

Die Freiwillige Feuerwehr Rühme beim Gießeinsatz.

Braunschweig. Die Stadt Braunschweig ist nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und NDR Niedersachsen Sonnensiegerin im Sommer 2018.

An der Wetterstation Braunschweig-Flughafen sind im abgelaufenen Jahr fast 2379 Sonnenstunden registriert worden, mehr als in jedem anderen Ort in Niedersachsen. Auf Platz zwei folgt Wolfsburg. Deutschlandweit lag der Berliner Raum vorn. Sehr viel Sonne ­­– kaum Regen: Die Schattenseite waren Wald- und Flurbrände sowie Ernteausfälle. Die landesweite Durchschnittstemperatur lag bei 10,7 Grad und damit deutlich höher als der vieljährige Mittelwert von 8,6 Grad. Es war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881. Unter dem Strich lässt sich sagen: Der Sommer 2018 war ein Rekordsommer.

Waren es zunächst rekordverdächtige Niederschlagsmengen, so folgten anschließend ab April Wochen und Monate fast gänzlich ohne Regen, mit Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad.
Wegen der Feuergefahr erließ die Braunschweiger Stadtverwaltung schließlich sogar ein Grillverbot in öffentlichen Parks und Grünanlagen. Die Polizei kontrollierte an den Wochenenden, ob sich alle daran halten.
Während in den Freibädern großer Andrang herrschte, machten sich die Landwirte in der Region mehr und mehr Sorgen. Die Getreideernte war historisch früh vor Ende Juli abgeschlossen. Das Korn war wegen der Dürre notreif geworden. Auch die Rüben haben unter dem Wassermangel gelitten. Die Zuckerrüben sind in diesem Jahr zwar wegen der vielen Sonnenstunden besonders süß, allerdings auch besonders klein.

Hilfe für die Kameraden in Meppen

Am 29. September erfolgt dann doch noch ein Großalarm, das niedersächsische Innenministerium fordert einen erweiterten Wassertransportzug an, um den Moorbrand bei Meppen zu löschen. Bei Raketentests hatte die Bundeswehr das Moor am 3. September nach monatelanger Trockenheit in Brand geschossen. 2000 Einsatzkräfte kämpften zeitweise gegen die Flammen und verborgene Brandnester. Ein Team der Feuerwehr macht sich mit fünf Tanklöschzügen, Mannschafts- und Gerätefahrzeugen von Braunschweig aus auf den Weg, um die Kameraden in Meppen abzulösen.
Die Bilanz, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) für 2018 zieht: Es war das wärmste und sonnigste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Aufzeichnungen 1881.

 

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