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„Bruchlandung“ in der 3. Liga

Fußball: Eintracht Braunschweig steht nach fünf Partien auf dem vorletzten Tabellenplatz

Trainer Henrik Pedersen ist derzeit nicht zu beneiden. Foto: SH

Braunschweig. Nur wenige Tage nach der guten Leistung im Pokal gegen Bundesligist Hertha BSC komplettierte Eintracht mit dem 0:2 gegen Fortuna Köln den Fehlstart in die 3. Liga.

Nach fünf Begegnungen stehen lediglich drei Zähler für die Elf von Henrik Pedersen zu Buche, die weiterhin in der Abstiegszone kleben bleibt und am kommenden Samstag bei der SpVgg Unterhaching antritt.
„Gegen Hertha konnte man sehen, dass vieles in die richtige Richtung ging, nun haben wir jedoch eine Bruchlandung erlebt“, findet Marc Arnold deutliche Worte für den schwachen Auftritt der Löwen gegen die Rheinländer. Die Pedersen-Elf ließ gegen Köln fast all das vermissen, wofür sie am Montag zuvor noch mit stehenden Ovationen belohnt worden war. Für den Sportlichen Leiter der Löwen realisierte sich nach der guten Pokalvorstellung damit eine typische Gefahr: „Die Spieler liefern eine gute Leistung ohne entsprechenden Ertrag ab und denken, es wird im Spiel danach ebenfalls gut laufen. Ist das nicht der Fall und geht plötzlich auch noch der Gegner in Führung, herrscht Verunsicherung.“

Vor allem mangelnde Aggressivität und Zweikampfhärte fielen dem 47-Jährigen auf, der trotz des Fehlstarts Geduld anmahnt: „Gegen Köln war kein stabiles Gebilde zu sehen. Das kann nach unserem Abstieg noch dauern und hat nicht allein mit Unerfahrenheit zu tun, wenn man schaut, welche Spieler dort für uns auf dem Platz gestanden haben.“
Nach dem Hertha-Spiel hatte der blau-gelbe Anhang die Mannschaft noch gefeiert, nun trauten sich die Spieler nach Abpfiff nicht mal mehr zu den Fans, die das schwache Spiel der Mannschaft von den Rängen bereits während der Partie mit Pfiffen und Sprechchören quittiert hatten. Unter anderem wurde „Arnold raus!“ skandiert, da einige Fans den Sportlichen Leiter einmal mehr als Alleinschuldigen für die sportliche Misere der vergangenen Monate ausgemacht hatten. „Es bleibt mir nichts anderes übrig, als zu akzeptieren, dass sich manche auf mich eingeschossen haben. Von anderen bekomme ich jedoch auch positive Rückmeldung für meine Arbeit“, so Arnold.

Genau wie das Eintracht-Präsidium, das sich über die sozialen Medien mit einem Aufruf zur Unterstützung an die Fans wandte, wirbt auch Arnold darum, Henrik Pedersen und seiner Mannschaft weiterhin zur Seite zu stehen. „Wir müssen nach vorne schauen“, so der 47-Jährige, der sich vor dem Ende des Sommertransferfensters am Freitag noch immer nach Verstärkungen umschaut: „Wir wollen noch einen vielseitigen Offensivmann holen.“

Gespräche mit potenziellen Interessenten für die Wechselkandidaten Christoffer Nyman und Gustav Valsvik wurden von ihm ebenfalls bestätigt, adäquate Angebote seien aktuell jedoch immer noch rar. Ein Verbleib des Duos, zumindest bis zum Wintertransferfenster, ist deshalb ein großes Stück wahrscheinlicher geworden.

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