Bus-Odyssee mit Happy-End | Neue Braunschweiger
12. Dezember 2019
Buntes

Bus-Odyssee mit Happy-End

Dagmar Kruschinski aus Vechelde freute sich über nette Busfahrer

"Seid nett zueinander" - eine Initiative der Braunschweiger Zeitung mit Unterstützung der NB.

Braunschweig (ml). Manchmal gibt es Tage, über die man sich noch lange freuen kann – und Gesten von Menschen, für die man unendlich dankbar ist. Große Hilfsbereitschaft erlebte kürzlich auch Dagmar Kruschinski aus Vechelde. Im Rahmen der Aktion „Seid nett zueinander“ erzählt uns die Seniorin ihre Geschichte.

„Ich hatte schon einen Arztbesuch hinter mir und einige Besorgungen erledigt, als ich völlig erschöpft an der Bushaltestelle am Braunschweiger Rathaus ankam.
Ich wollte in die Linie 413 nach Vechelde einsteigen, erwischte jedoch die 450.
Schnell bemerkte ich, dass der Bus in die falsche Richtung fuhr. Dem Fahrer berichtete ich von meinem „Einstiegsfehler“, er hielt vor der Volkswagen Halle an, machte die Tür auf und schickte mich über die Straße, damit ich die nachfolgende 413 abfangen konnte. Da ich seh- und gehbehindert bin, schaffte ich es aber nicht, den Bus rechtzeitig zu erreichen.

Aufmerksamer Busfahrer

„Nun wurde der Fahrer eines Shuttle-Busses, der an der Volkswagen Halle eingesetzt war, auf meine missliche Lage aufmerksam. Der gute Mann erklärte mir, dass die nächste 413 in 15 Minuten vorbeikäme und ich mich in Ampelnähe hinstellen solle, damit der Fahrer mich nicht übersieht.
Eben dies ist aber passiert: Genau vor mir hielt die Linie 419 – die 413 fuhr auf der zweiten Spur an mir vorbei. Der Fahrer des Shuttle-Busses erkannte geistesgegenwärtig meine aussichtslose Situation und fühlte sich irgendwie für mich verantwortlich.
Der junge Mann gab winkend Handzeichen, stoppte den Verkehr und hielt die 413 für mich an, sodass ich einsteigen konnte.

Kleines Dankeschön

Sehr dankbar bin ich allen Beteiligten, auch den hinter dem Bus wartenden Autofahrern, die kein Hupkonzert veranstalteten, vor allem aber dem freundlichen Shuttle Bus-Fahrer, der sich so für mich einsetzte – so etwas habe ich noch nicht erlebt.
Leider habe ich den Namen meines Helfers bis heute nicht erfahren, ich werde ihm aber in der Verkehrs-AG-Zentrale, die ihn unbedingt noch ausfindig machen will, eine Weihnachtskarte sowie eine nette Kleinigkeit als Dankeschön hinterlassen.“

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