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„Chancenwucher“ ärgert Flüthmann

Eintracht unterliegt 0:2 beim Bayern-Nachwuchs – Morgen Test gegen Hamburger SV im Eintracht-Stadion

Die Enttäuschung über die schlechte Chancenauswertung war groß. Hier Patrick Kammerbauer, der selbst hätte die Eintracht-Führung erzielen können. Foto: Oryk Haist/imago images

Braunschweig. Trotz einer streckenweise guten Leistung gegen die U23 des FC Bayern traten die Löwen die Rückreise nach Braunschweig ohne Punkte an.

Die Chancenverwertung erwies sich beim 0:2 am Sonntagnachmittag vor 2744 Zuschauern als größtes Manko und verhinderte, dass die Blau-Gelben als Tabellenführer in die anstehende Länderspielpause gehen. Diese wird morgen zu einem Test gegen Zweitliga-Spitzenreiter Hamburger SV im Eintracht-Stadion (Anstoß 17.30 Uhr) genutzt.

„Wenn man das Spiel unabhängig vom Ergebnis sieht, war es von der Kreativität und dem Spielaufbau eines unsere besten“, zog Christian Flüthmann trotz der Niederlage ein positives Fazit. Die Punkte hatte sein Team in der Anfangsphase jedoch leichtfertig verschenkt.

Nach einer Bayern-Chance durch Nicolas Feldhahn (6.) ließen Patrick Kammerbauer (10.) und Manuel Schwenk (12.) hundertprozentige Gelegenheiten aus, während Benjamin Kessels Schuss von FCB-Keeper Christian Früchtl mit einer Glanzparade pariert wurde (14.). Auf der anderen Seite wandelte Leon Dajaku einen Querpass von Wriedt zur Bayern-Führung(15.) um. „Wenn wir eine von den Chancen genutzt hätten, liefen wir mit breiterer Brust herum“, ärgerte sich der 37-Jährige über den „Chancenwucher“, den seine Mannschaft in der Anfangsviertelstunde betrieb.

Auch danach schafften es die Blau-Gelben nicht mehr, einen Treffer zu erzielen; stattdessen markierte Dajaku in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten 50-Meter-Schuss ins leere Tor den Endstand, nachdem Jasmin Fejzic zuvor mit aufgerückt war.

„Man muss mit den Jungs sprechen, sie aber nicht niedermachen, sondern positiv mit ihnen umgehen. Im Gegensatz zum 1:1 gegen Halle in der letzten Woche, sehe ich es als Fortschritt, das muss die Mannschaft mitnehmen und darauf aufbauen“, nimmt der Eintracht-Trainer auch Gutes aus dem Auftritt bei den Bayern mit.

Ein zusätzliches Training der Torabschlüsse erachtet er hingegen nicht als notwendig, auch wenn die Löwen zum vierten Mal in Folge ohne Sieg blieben und in den Spielen lediglich zweimal trafen: „Abschlüsse sind immer im Training enthalten, deshalb brauchen wir das nicht groß zu thematisieren. Die Trainingsinhalte sind daran orientiert, das was uns fehlt, besser zu machen.“

Wenn die Mannschaft morgen gegen den Zweitliga-Tabellenführer antritt, dürften wie zuvor im NFV-Pokal die weniger berücksichtigten Akteure eine Bewährungschance erhalten. „Wir tauschen etwas aus und versuchen weiter so zu spielen, wie wir spielen wollen“, so Flüthmann.

Alfons Amade wird beim Test gegen die Hanseaten fehlen. Der Rechtsverteidiger wurde für zwei Länderspiele der deutschen U20-Nationalmannschaft nominiert, tritt mit der DFB-Elf am Donnerstag um 18 Uhr in Norderstedt gegen Polen an und reist anschließend in die Schweiz, wo das Team am Sonntag, den 13. Oktober, um 15 Uhr in Biel gegen den Nachwuchs der Eidgenossen spielt.

Mannschaft: Fejzic (2) – Kijewski (3,5), Ziegele (3), Becker (3,5), Kessel (3) – Schwenk (3,5), Kammerbauer (4), Wiebe (3,5), Bär (4) – Kobylanski (3,5) – Ademi (4)

Eingewechselt: 59. Proschwitz (4) für Ademi; 70. Feigenspan (-) für Schwenk; 85. Putaro (-) für Kammerbauer

Tore: 1:0 (16.) Dajaku; 2:0 (90.+4) Dajaku

Zuschauer: 2744

Gelbe Karten: Kammerbauer, Schwenk, Becker

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