City-Check: So schön ist die Stadt

Kaufleute und Dienstleister der Innenstadt wollen die „gute Stube“ noch attraktiver machen

Klaus Benscheidt, Fachbereichsleiter Tiefbau und Verkehr der Stadt, Bezirksbürgermeisterin Innenstadt Heike Zander sowie Olaf Jaeschke und Bernd Schroers (beide AAI) waren bereits zum zweiten Mal für den City-Check in der Innenstadt unterwegs. Foto: Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V./Philipp Ziebart

Innenstadt. Der Poller ist weg und wenn jetzt die Sitzbänke noch Lehnen hätten – Bernd Schroers wäre begeistert über die Fußgängerzone vor dem ehemaligen City Point.

Schroers ist Mitglied im Arbeitsausschuss Innenstadt (AAI) und nimmt seit 2015 die „gute Stube“ Braunschweigs – also den Bereich zwischen Magniviertel und Altstadtmarkt, zwischen Friedrich-Wilhelm-Viertel und Hagenmarkt genauer unter die Lupe. „Die Besucher sollen sich gerne hier aufhalten“, sagt Schroers über das Ziel, das sich die im AAI organisierten Innenstadtkaufleute und Dienstleister gesetzt haben.
Vor vier Jahren lud der AAI die Verwaltung zum ersten Mal zu einem „City-Check-Rundgang“ ein, vor Kurzem folgte der zweite. „Wir wollten sehen: Was hat sich seither getan, was sollte noch verbessert werden“, sagt Schroers.

Fest steht: Getan hat sich eine ganze Menge, auch wenn es dem Einzelnen wohl kaum auffallen wird. Beispiel: der Poller im Sack. Die Stolperfalle vor dem ehemaligen City Point sollte verhindern, dass Lieferwagen an das Glasdach schrammen. Das Dach ist inzwischen weg, der Poller auch, die Fußgängerzone eben.

Oder: die Abfallbehälter. „Die alten Modelle quillen regelmäßig über, die Deckel werden als Abstellflächen für To-Go-Becher benutzt“, bemängelt Schroers. Die Stadt nahm die Kritik auf und rüstete nach: Es gibt mittlerweile neun unterirdische Abfallbehälter. Das Exemplar in der Neuen Straße hat auch einen schrägen Deckel, auf dem garantiert kein Pappbecher mehr landet.

Oder: die öffentlichen Toiletten. Was auf dem Kohlmarkt schon gang und gäbe ist, soll jetzt auch das Friedrich-Wilhelm-Viertel bekommen. Am Parkplatz Südstraße/Ecke Güldenstraße wird ein Toilettenhäuschen installiert. „Der Bauantrag ist durch“, freut sich Schroers über die Lösung eines großen Problems, denn jedes Wochenende besuchen Tausende von Partygängern das Kultviertel.

Nicht alles, was der AAI auf dem Wunschzettel hat, konnte bereits erfüllt werden. Die Straßenbeleuchtung – etwa am Schild – erinnert Bernd Schroers immer noch an „Lutschbonbons“ und auch die Bänke haben noch nicht alle Lehnen – eines der großen Anliegen des AAI. „Aber die Zusammenarbeit mit der Stadt läuft ausgesprochen gut“, freut sich Schroers über den kurzen und sehr guten Draht zur Verwaltung.

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