„Cool“ ist gut, praktisch ist besser | Neue Braunschweiger
2. August 2018
Tipps

„Cool“ ist gut, praktisch ist besser

Serie "Kinder, Kinder": Wie viel Gewicht dürfen Abc-Schützen tragen? Rainer Rinne (AOK) zum Thema Ranzen

Lieber einmal mehr umpacken als Rückenprobleme bekommen: Ranzenpacken ist eine Wissenschaft für sich. Foto: AOK

Braunschweig. Bald ist es soweit: Dann heißt es für rund 1900 Abc-Schützen zum ersten Mal Schulranzen packen. Modelle gibt es in allen Formen und Farben, doch: was ist sinnvoll, was nicht? Und was gehört unbedingt hinein? Wir haben bei der AOK in Braunschweig nachgefragt.

„Die heutigen Abc-Schützen hat der Kindergarten in der Regel bestens auf die Schule vorbereitet“, freut sich Regionaldirektor Rainer Rinne. Die letzten Wochen vor der Einschulung seien aber ganz besonders wichtig, um dem Kind zu helfen, sich auf die Schule einzustimmen. „Ganz besonderes Augenmerk sollte die Eltern auf den Schulranzen legen“, betont Rinne.
Dass jeder Erstklässler wohl besonders stolz auf seine erste Schultasche ist und möchte, dass sie so „cool“ wie möglich aussieht, kann Rinne verstehen. „Viel wichtiger sind aber zum Beispiel genügend Reflektoren und fluoreszierende Flächen, damit das Kind auch im Straßenverkehr gut zu sehen ist.“

Außerdem sollte der Schulranzen den Hinweis „entspricht DIN 58124“ sowie die TÜV/GS-Zeichen besitzen. Diese Kennzeichnungen geben Auskunft über die Passform und das Gewicht des Schulranzens. Der sollte nicht wesentlich breiter als die Kinderschultern sein und ein körpergerechtes und atmungsaktives Rückenpolster für einen hohen Tragekomfort und die optimale Drucklastverteilung besitzen.

Damit der gepackte Ranzen nicht zu schwer ist, darf sein Eigengewicht nur zwischen 1,1 und 1,4 Kilogramm betragen. „Generell gilt: Ein Kind sollte nur maximal zehn Prozent seines eigenen Körpergewichts tragen“, rechnet Rinne vor.
Das heißt: Wiegt der Abc-Schütze 20 Kilogramm, darf der Ranzen maximal 2,5 Kilogramm auf die Waage bringen. „Am besten kontrollieren Sie den gepackten Ranzen immer mit Blick auf den Stundenplan der Kleinen. Achten Sie vor allem darauf, dass keine unnötigen Utensilien und Schulsachen mit herumgetragen werden. Manche Schulen bieten auch Schließfächer an, in denen zum Beispiel schwere Bücher aufbewahrt werden können und somit nicht unnötig transportiert werden müssen“, so Rinne. Und: Neben dem Gewicht  sei auch immer das rückengerechte Tragen wichtig. „Baumelt der Tornister nur über einer Schulter, belastet dies die Wirbelsäule einseitig und kann bleibende Schäden verursachen. Zudem sollte das Gewicht gleichmäßig im Ranzen verteilt werden, indem zum Beispiel schwere Bücher nah am Rücken platziert werden.“

In Kürze: So sollte der Schulranzen sein

•Leicht und hoch, wie ein langes Rechteck
•Farbig, mit rückstrahlenden Elementen
•Mit gepolsterter, verstärkter Rückwand
•Mit gepolstertem, leicht verstellbarem Gurt
•Mit mehreren Fächern, auch fürs Pausenbrot
•Mit dem GS-Zeichen oder der DIN-Nummer 58124.

 

Auch interessant