Corona-Krise : Profis müssen verzichten | Neue Braunschweiger
18. März 2020
Sport

Corona-Krise : Profis müssen verzichten

Kommentar

Elmar von Cramon

Das Corona-Virus hat das ganze Land und auch die Fußball-Welt fest im Griff. Fieberhaft wird seit Wochen daran gearbeitet, die Ausbreitung zu verhindern, was letztlich auch beim Profifußball ankam, der spät aber vielleicht nicht zu spät den Spielbetrieb unterbrach. „Es steht mehr auf dem Spiel als ein paar Fußballspiele“, erkannte auch DFL Boss Christian Seifert am Montag. Denn Jahr für Jahr werden Millionen von Fußballfans von diesen Spielen angezogen, die ihre Stars live im Stadion oder an den Bildschirmen verfolgen und dafür Sorgen, der Existenz des Profifußballs einen Sinn zu verleihen und den Akteuren über Eintritts- und Fernsehgelder ihren Lebensunterhalt bescheren. Außerdem sind eine Vielzahl von Menschen als fleißige Arbeitskräfte in den Spielbetrieb involviert und tragen an Bratwurst- oder Merchandise-Ständen, als Ordnungs- oder Reinigungskräfte dazu bei, den reibungslosen Ablauf der Spieltage zu gewährleisten. Wie Seifert am Montag richtig erkannte, geht es in der Krise „um 10 000 Arbeitsplätze und nicht darum Millionengehälter weiterhin zahlen zu können.“ Eben diese kassieren aber viele der Stars, die aktuell zwar wenig zu tun haben, im Gegensatz zu diesen 10 000 Menschen aber keine Existenzängste auszustehen haben. Kämen hoch bezahlte Profis auf die Idee, in dieser Saison auf nur ein Monatsgehalt zu verzichten, könnten die wirtschaftlichen Folgen der Krise für viele abgemildert werden.

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