Das Schröder-Team behält seine weiße Weste | Neue Braunschweiger
3. Juli 2018
Sport

Das Schröder-Team behält seine weiße Weste

Basketball: Nach dem 85:63 in der VW-Halle gegen Österreich siegt Deutschland auch in Serbien

Duell in der VW-Halle: Dennis Schröder (rechts) gegen Österreichs Thomas Schreiner. Foto: Hübner

Von Christoph Matthies, 3. Juli 2018
Braunschweig. Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft präsentiert sich derzeit so stark wie selten zuvor: Ihren Schwung aus dem 85:63-Sieg gegen Österreich in der Braunschweiger Volkswagenhalle nahmen die Korbjäger mit ins serbische Novi Sad. Dort gelang ein respektabler 88:81-Auswärtserfolg gegen den Vize-Weltmeister – der sechste Sieg im sechsten Qualifikationsspiel zur WM 2019 in China.

Die sportliche Rückkehr von NBA-Star Dennis Schröder in seine Heimatstadt am vergangenen Freitag wurde zu einer Gala für den Aufbauspieler der Atlanta Hawks. Mit 6731 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Europaplatz empfahl sich die Löwenstadt für weitere Gastspiele des Nationalteams, das sich, nach vier Vier-Nationen-Turnieren zwischen 2001 und 2005, an der Oker zuletzt rargemacht hatte. „Das war ein tolles Ereignis für uns hier in Braunschweig, in der vollen Halle“, sagte Nationaltrainer Henrik Rödl im Anschluss. „Als ich früher als Spieler hier war, war es nicht so oft so voll“, erinnerte sich der frühere Alba-Spieler und lobte die diesmal „ganz besondere Atmosphäre“.

Gegen die Österreicher, bei denen Löwen-Guard Tommy Klepeisz einen unglücklichen Wurftag erlebte (7 Punkte, 2/11 aus dem Feld), taten sich die Deutschen zunächst schwer, führten zur Halbzeit aber schon mit 47:33. Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten den Gästen, die auf 45:50 herankamen – enger wurde es nicht mehr.

Auf den „Pflichtsieg“ gegen die südlichen Nachbarn, bei dem Schröder, Topscorer mit 25 Punkten, besonders in Halbzeit eins auftrumpfte, folgte am Montag die Kür: Gegen die personell dezimierten, aber dennoch gut aufgestellten Serben von Trainer Sasa Djordjevic gelang nach fast durchgehendem Rückstand mit einem Run in den Schlussminuten der 88:81-Auswärtssieg (Topscorer Schröder mit 21 Punkten). In der WM-Quali hat sich die Bundesauswahl damit ungeschlagen für die Hauptrundengruppe qualifiziert, wo ab September Estland, Israel und Griechenland auf die Deutschen warten.

Und Coach Rödl ist zuversichtlich, dass die WM-Qualifikation gelingen wird. „Eine Generation, wie wir sie jetzt haben, hatten wir in dieser Tiefe noch nie“, verweist er auf seinen hochtalentierten Kader, in dem neben Schröder mit Maxi Kleber, Daniel Theis und Paul Zipser (beide zuletzt verletzt) weitere NBA-Profis und einige Euroleague-Spieler stehen.

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