Das Selbstvertrauen ist wieder da | Neue Braunschweiger
25. Januar 2020
Sport

Das Selbstvertrauen ist wieder da

Basketball-Bundesliga: Am Sonntag empfangen die Löwen den Tabellenneunten aus Bamberg

Mit 12,6 Punkten pro Partie ist Karim Jallow (rechts, gegen Hamburgs Heiko Schaffartzik) drittbester Löwen-Scorer – und stets ein Vorbild in Sachen Einsatz und Wille. Foto: SoulClap Mediaoh

Braunschweig. Nach zwei Wochen Spielpause treten die Löwen-Basketballer am morgigen Sonntag (15 Uhr) in der VW-Halle gegen Bamberg an. Die Gäste aus Oberfranken, vor gar nicht allzu langer Zeit noch Serienmeister der Bundesliga, stehen als Tabellenneunter derzeit nicht einmal auf einem Playoff-Rang. Das macht das Team um den Ex-Löwen Chris Sengfelder aber nicht weniger gefährlich.

Die Löwen gehen nach dem 90:85-Auswärtssieg in Bonn, nach zuvor drei Niederlagen in Folge, mit neuem Selbstvertrauen in die Bamberg-Partie. „Das Bonn-Spiel war für uns alle wahnsinnig wichtig und hat uns supergut getan“, berichtet Löwen-Forward Karim Jallow. Die Stimmung im Training sei gleich eine ganz andere gewesen als nach den Niederlagen zuvor. „Und jetzt wissen wir wieder, wie es sich anfühlt zu gewinnen.“

Jallow gehörte in Bonn – neben dem gewohnt starken Center Scott Eatherton – zu den besten Braunschweigern. Überzeugend agierte auch Neuzugang Lucca Staiger, der erstmals auch als Spielgestalter zu gefallen wusste, neben seinen zehn Punkten auch fünf Assists für seine Mitspieler auflegte. Wollen die Löwen in Zukunft Erfolg haben, wird Staiger aber auch seine Distanzwürfe besser treffen müssen. In fünf Liga-Partien für sein neues Team versenkte der Dreierspezialist nur dürftige 23,5 Prozent seiner Versuche von außen. Verlernt hat er das Werfen indes nicht – davon überzeugt er seine Teamkollegen jeden Tag im Training.

„Mit welchem Selbstvertrauen er die Würfe nimmt, das habe ich selten gesehen. Aber die Gegner wissen natürlich um seine Stärke und legen den totalen Fokus darauf, dass er keine offenen Dreier bekommt“, hat Jallow beobachtet. Dass Staiger es noch kann, zeigte er auch in seinem Debüt für die Löwen, Mitte Dezember im Pokal gegen die Bamberger. Im Schlussviertel traf er gleich vier Dreier. Bamberg siegte trotzdem mit 80:69, nicht zuletzt wegen des überragenden Chris Sengfelder (22 Punkte), der auf jeden Staiger-Treffer die passende Antwort hatte.

„Wir haben die zwei Wochen Pause gut genutzt“, betont Löwen-Coach Pete Strobl. So seien die Neuen, Staiger und Jayrus Lyles, noch mehr ins Teamgefüge integriert worden. Vom Tabellenplatz der Bamberger, die viele Spiele knapp verloren haben, lässt Strobl sich derweil nicht täuschen: „Bamberg hat einen sehr guten Kader mit hoch bezahlten Spielern. Aber wir glauben an unsere Arbeit und gehen mit viel Selbstvertrauen in das Spiel.“

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