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Das Strobl-Team will Vechtas Siegesserie beenden

Basketball-Bundesliga: Die Löwen spielen am Samstagabend (20.30 Uhr) in Vechta – Kostja Mushidi ist wieder mit dabei

Nach der Niederlage in Bayreuth wollen Aufbauspieler Trevor Releford (Mitte) und seine Löwen in Vechta an ihren insgesamt guten Saisonstart anknüpfen. Foto: Eibner/imago

Braunschweig. Nach ihrer 89:95-Auswärtsniederlage in Bayreuth müssen die Löwen-Basketballer am Samstag (20.30 Uhr) schon wieder in der Fremde ran. Mit Rasta Vechta trifft die Mannschaft von Trainer Pete Strobl auf einen Gegner, der nach seinem schwachem Saisonstart in den vergangenen Wochen einen enormen Aufwind verspürte.

Die Bayreuth-Niederlage, erst die zweite im siebten Saisonspiel, haben die Löwen laut Strobl gut weggesteckt. „Wir denken nicht, dass wir der zukünftige deutsche Meister sind. Unser Ziel sind die Playoffs, und da ist es erlaubt, ab und zu auch mal ein Spiel zu verlieren“, sagt der Trainer und zügelt damit auch zu hohe Erwartungen nach dem tollen Saisonstart. „Trotzdem bin ich sehr sauer, denn wir hätten dort gewinnen können.“

Die Partie, besonders die schwache erste Hälfte, sieht Strobl als wichtige Lektion. In einer Videositzung wurde sie bereits aufgearbeitet: „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Aber aus solch einem Spiel können wir viel lernen.“
Die Tatsache, dass mit Kostja Mushidi ein ganz wichtiger Spieler wegen eines Magen-Darm-Infekts in Bayreuth fehlte, lässt Strobl nicht als Ausrede gelten. Aber der Trainer ist froh, Mushidi und auch sonst alle Spieler in Vechta wieder an Bord zu haben.

In der vergangenen Saison war Rasta das Überraschungsteam der Liga, wurde als Aufsteiger auf Anhieb Vierter. Nicht unverdient durfte sich der Spanier Pedro Calles im Mai über die Auszeichnung als „Trainer des Jahres“ in der Bundesliga freuen.

Zu Beginn der laufenden Spielzeit, nach einigen Abgängen wichtiger Leistungsträger, schienen die Nordwestdeutschen auf dem harten Boden der BBL-Realität zu landen. „Das zweite Jahr ist immer das schwerste“, sagt man im Fußball, und diese Weisheit schien sich auch bei den Basketballern aus Vechta zu bewahrheiten.

Doch nach den Niederlagen gegen Ulm, Berlin und Oldenburg – im Vorjahr allesamt Playoff-Teams – legten die Vechtaer den Schalter um. Mitte Oktober gelang Calles und Co. der erste Saisonerfolg in Göttingen, danach folgten Siege gegen Bayreuth, Bonn und in Gießen. Damit liegen die Rastaner nunmehr auf Rang acht, punktgleich mit den sechstplatzierten Löwen, die allerdings eine Partie weniger absolviert haben. „Vechta ist sehr gut. Auf dem Papier besser als wir“, zollt Strobl dem Champions-League-Teilnehmer ganz viel Respekt. „Sie haben mehr Geld, bessere Spieler und mehr Erfahrung. Und noch dazu ist es ein Auswärtsspiel“, stellt der 41-Jährige klar, dass er seine Mannschaft sicher nicht in der Favoritenrolle sieht.

Nach der heutigen Partie haben die Löwen eine zweiwöchige Spielpause, ehe sie am 1. Dezember zum dritten Mal in Folge auswärts, nämlich bei den Riesen Ludwigsburg antreten müssen. Erst am 6. Dezember steht dann gegen die Hamburg Towers die nächste Heimbegegnung an. Eine Heimkehr, auf die sich Coach Strobl nach den bislang drei siegreichen Partien in eigener Arena schon freut. „Unsere Fans sind heuer verdammt gut. Sie sind laut, feuern uns an und geben uns einen wichtigen Schub nach vorne“, lobt er die Stimmung in der VW-Halle, die bisher in dieser Spielzeit im Schnitt von 3598 Zuschauern besucht wurde.

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